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Großkontrolle von Reisebussen und Lastwagen in Karlsruhe

Ein Reisebus wird zur Kontrolle geleitetAm 24. Juli wurde in der Zeit von 10 Uhr bis 16 Uhr auf dem Gelände der Autobahnmeisterei Karlsruhe, die unmittelbar an der Autobahn Nummer 5 liegt, durch die Verkehrsüberwachung des Polizeipräsidiums Karlsruhe eine Großkontrolle durchgeführt. Neben dem Schwerpunkt der Inspektion von Reisebussen umfasste die Aktion auch die Überprüfung von Lastwagen und Kleintransportern.

Da es sich hierbei um eine länder- und behördenübergreifende Kontrollaktion handelte, wurde die Karlsruher Polizei von Fachdienststellen aus Hessen, Bayern, dem Zoll sowie der Bundespolizei unterstützt. Zollbeamte überprüften, ob die Reisende eventuell in Deutschland verbotene Waren, z.B. Drogen bei sich hatten. Das Reisegepäck wurde dabei nicht durchleuchtet, sondern es kam ein Zollhund zum Einsatz. Mit seiner feinen Nase stellte der „Zollbeamte“ bei dieser Art der Koffer-Kontrolle dann fest, die Reisenden Schmuggelware bei sich hatten.Heisse Diskussionen nach der technischen Kontrolle

Beanstandungen bei vielen Reisebussen
Laut Polizeiinformationen wurden insgesamt 26 Reisebusse aus Deutschland und den Staaten der Europäischen Union (EU) angehalten und überprüft. Beanstandet wurden hierbei 20 Fahrzeuge. Zwei davon wiesen gravierende Mängel auf. Bei der beiden Reisebusse musste vor der Weiterfahrt ein neuer Reifen aufgezogen werden: Einem weiteren wurde die Weiterreise komplett untersagt, so dass die Insassen gezwungen waren, auf einen Ersatzbus zu warten, mit dem sie die Reise fortsetzen konnten.

Busfahrer Nicola Roberti Ein Busfahrer aus Italien, Nicola Roberti, nahm die Situation trotzdem gelassen. Genau so wie seine Reisegesellschaft aus China, deren Mitglieder offensichtlich an solche Begebenheiten gewöhnt sind. Unserem Blatt sagte Roberti, dass es im Juli sehr schwer sei, einen Ersatzfahrzeug zu finden, denn in der Urlaubszeit sind fast alle Reisebusse schon ausgebucht. Der Italiener hatte trotzdem in der für ihn komplizierten Situation Bewunderung für die deutschen Behörden übrig – die Kontrollen seien perfekt organisiert worden.

Reisegäste aus ChinaLaut einem Polizeisprecher sind die Reisebusse aus Ost-Europa meistens in einem schlechten technischen Zustand. In den letzten Jahren wurden aber auch bei Fahrzeugen aus Italien oder Spanien erhebliche Mängel festgestellt. Da in Deutschland erst vor kurzem Reisebusse auf Langstrecken zugelassen wurden und sie auch mindestens zwei Mal pro Jahr technisch überprüft werden, gab bei deutschen Fahrzeugen weniger zu beanstanden.

Gesperrt: Dieser Bus darf nicht weiterfahrenEs geht nicht mehrNotwendige Verkehrskontrollen
Verkehrskontrollen können lästig sein. Doch alle Reisende waren sich am diesen Tag einig – sie sind im Interessen uns allen.Einige Tage vorher, in der Nacht zum 22. Juli, sind bei einem schweren Unfall auf der Autobahn Nummer 4 bei Dresden elf Menschen ums Leben gekommen. Zwei starben in dem polnischen Reisebus, der den Unfall verursacht hatte. Nach Angaben der Polizei wurden 69 Menschen verletzt, viele von ihnen schwer. Gegen den Polen wird wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung ermittelt. Die Behörden gehen davon aus, dass der polnischer Reisebuslenker zum Unfallzeitpunkt wegen Übermüdung nicht in der Lage war, das Fahrzeug zu führen. Der Reisebus aus Polen war zunächst auf einen ukrainischen Reisefahrzeug aufgefahren und dann auf der Gegenfahrbahn gegen den Kleinbus gerast. Der 44-Jähriger sei mittlerweile vernommen worden, machte aber keine Angaben zu den Vorwürfen. Er liegt im Krankenhaus und wird von Polizei bewacht. Die Polizeidirektionen kontrollieren in der Ferienzeit in Deutschland verstärkt Busse und Lastwagen.

Fotos: © Das Baltikum-Blatt / AWSiebert

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