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Venezuela übergibt Costa Rica von Esten konfiszierte Kunstgegenstände

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Neid unter der estnische Flüchtlingen

Im September 1944 kam der Este in Schweden an und verbrachte dort einige Zeit im Flüchtlingslager. Dort bekam er den Neid seiner Landsleute zu spüren. Die estnischen Flüchtlinge konnten nicht verkraften, dass Männil die Begabung hatte, immer richtige Menschen zu finden, die seine Wünsche erfüllten. Da seine schwedische Aufenthaltsgenehmigung nicht mehr verlängert wurde, fuhr der Este im Februar 1946 nach Venezuela. Offensichtlich ließ sein Instinkt ihn wiedermal nicht im Stich. In seiner neuen Heimat machte Männil eine steile Karriere und wurde nicht nur reich, sondern noch als Kunstsammler bekannt.

Dunkle Wolken zogen im November 1989 auf. Efraim Zuroff, Chef des Simon Wiesenthal-Centrums, schickte einen Brief an die Staatsanwaltschaft der Sowjetunion und bat um Informationen über den angeblichen Naziverbrecher Harry Männil. Im April 1990 teilte der sowjet-estnische Staatssicherheitschef (KGB) Rein Sillar der Moskauer Behörde mit, dass im Archiv keine Informationen über den Beschuldigten zu finden sind.

Nazijäger Zuroff gab nicht nach. Im Dezember 1993 bekam der damalige Staatspräsident der wiederhergestellten Republik Estland, Lennart Meri, einen Protestbrief, in dem verlangt wurde, Männil aus dem Vorstand des Institutes für Baltische Strategische Aufklärungen zu entlassen. Danach zeigten auch die US-Behörden an Männil Interesse. Der Este wurde verhört, sein lebenslanges Visum annulliert. Auch estnische Behörden nahmen Ermittlungen auf, doch fanden sie keine Beweise für die Vorwürfe Zuroffs, der nun behauptete, in US-Archiven befinde sich Material, das Männis Schuld beweist. Dann stellte sich heraus, dass die Amerikaner nicht einmal mit Ermittlungen gegen den Esten angefangen hatten und ihrerseits Beweise aus Estland haben wollten.

Moskau schweigt

Der „Eesti Ekspress“ wundert sich über die Tatsache, dass Russland, das sonst immer laut und gerne Estland in Zusammenarbeit mit Faschisten beschuldigt, bei der Ermittlungen gegen Männil keine Hilfe angeboten hatte. Im Gegenteil, Moskau behauptet sogar keine Informationen über den angeblichen Nazi aus Estland zu haben. Diese Behauptung sei nicht nachvollziehbar. Männil kannte nämlich den US-Präsidenten Gerald Ford sehr gut. Ford wiederum hat oft den damaligen sowjetischen Botschafter in Venezuela, den Esten Vaino Väljas, getroffen. Und Moskau zeigte keine Interesse?

Harry Männil war ein Lebenskünstler, er hatte immer gutes Bauchgefühl bei der Menschen, die ihm nützlich sein könnten. Er machte dabei keinen Unterschied, ob es sich dabei um Juden, Deutsche, Russen oder Esten handelte.

Der Unternehmer und Kunstsammler war 1979 auf einem offiziellen Besuch in Israel und traf dort Ariel Sharon. Mit seinem Geld hat der Este auch jüdische Organisationen unterstützt, und in den USA hat ein jüdischer Anwalt sein Interesse in Visumangelegenheiten vertreten.

Harry Männil starb am 11. Januar 2010 in San José in Costa Rica. Seine Vergangenheit wirft aber immer noch Fragen auf. (Aino Siebert mit Materialien von Postimees, Eesti Ekspress, Wikipedia)

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