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Deutschland: Jugendliche werfen Familienvater in Karlsruhe mit Steinen bewusstlos

Polizeibeamte -SymbolbildZwei Jugendliche bewarfen am frühen Sonntagabend (19. November) in Karlsruhe einen 38-jährigen Familienvater mit Steinen und Flaschen, selbst als dieser bereits bewusstlos am Boden lag. Die Tat folgte beleidigenden Nachrichten, welche die Tatverdächtigen zuvor dem Sohn ihres späteren Opfers über einen Kurznachrichtendienst zugesendet hatten.

Die beiden 15 und 16 Jahre alten Tatverdächtigen suchten zusammen mit einigen weiteren Jugendlichen den 15-jährigen Sohn an dessen Wohnadresse auf. Die Gruppe blieb jedoch etwas abgesetzt. Als der Vater hinzukam, rannten die zwei Heranwachsenden ein Stück weg. Während der Sohn den beiden folgte, begleitete ihn sein Vater. Danach kam es zu dramatische Szenen. Der 16-jährige beleidigte und bedrohte den Familienvater und begann unmittelbar, handgroße Steine nach ihm zu werfen. Der zwischenzeitlich etwa einen Meter hinter dem Erwachsenen stehende 15-jährige Tatverdächtige warf fast zeitgleich einen großen Stein und traf das Opfer am Hinterkopf.

Der Vater stürzte aufgrund dieses Treffers bewusstlos zu Boden. Die beiden Angreifer bewarfen ihn trotzdem weiterhin mit Steinen und Flaschen. Der 38-Jährige blieb für einige Sekunden ohne Bewusstsein und wurde von weiteren Steinen getroffen. Er erlitt schwere, aber nicht lebensbedrohliche Verletzungen, denn der Sohn schützte seinen Vater, indem er ihn beiseite zog und so weitere Treffer verhinderte.

Auf den Tumult aufmerksam geworden, versuchten herbeigeeilte Menschen die Situation zu beruhigen, scheiterten dabei aber an den aggressiven Angreifern. Die Jugendlichen ergriffen erst die Flucht, als mehrere Streifenwagen der Polizei anrückten. Die Gruppe konnte kurz darauf von den Beamten festgesetzt und beide Tatverdächtige festgenommen werden. Sie wurden erkennungsdienstlich behandelt und letztlich den einbestellten Eltern übergeben. Der 16-Jährige ist bereits wegen Gewaltdelikten polizeilich in Erscheinung getreten. Beide werden sich wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung verantworten müssen.

Quelle: Polizei Karlsruhe

Symbolfoto: © Das Baltikum-Blatt / AWSiebert



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