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Lasst in Sotschi Regenbogenfahnen wehen !

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Green-Tregaro´s RegenbogenfingernägelGreen-Tregaro´s RegenbogenfingernägelVon Aino Siebert

Russland will während der Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi gegen offen dargestellte Homosexualität mit aller Strenge vorgehen. Ein global umstrittenes Gesetz, das Werbung für die Rechte sexueller Minderheiten vor Halbwüchsigen unter Strafe stellt, bleibe auch während der Wettkämpfe in Kraft, betonte ein Sprecher des Innenministeriums in Moskau am 12. August.

Die Bestimmung versagt vor allem die Aufklärungen über Homosexualität. Auch öffentlich ausgelebte Gleichgeschlechtigkeit kann unter Umständen rechtswidrig sein. Der Gesetzgeber bringt vor, die Gesundheit und die moralische wie geistige Entwicklung von Kindern schützen zu wollen, denn bereits die Betrachtung von Schwulen und Lesben könne Minderjährige traumatisieren. Eine wissenschaftliche Studie zu diesen geistlosen Behauptungen wurde nicht vorgelegt.

Das Kindeswohl hängt nicht von Sexualität der Eltern ab
Wie in Deutschland bekannt ist, leben Kinder hierzulande seit Jahren gut integriert bei Schwulen und Lesben ohne dass sie seelisch krank werden. Unter anderem ist der 18-jährige Malte Czarnetzki mit zwei Müttern aufgewachsen. Ihm hat nie ein Vater gefehlt, erzählte er überzeugend im Juni in der Talkshow von Anne Will (ARD). „Das Wichtigste, was man lernen sollte, ist das gesellschaftlich richtige Handeln. Und das kann mir ein Vater nicht besser beibringen als meine Mutter“, stellte der Student fest und brachte mit seinem schlichten Auftreten zwei Katholikinnen, die Christdemokratin Erika Steinbach und die fanatische Familienschützerin Hedwig von Beverfoerde in Erklärungsnot. Denn von wem wollten die eindringliche Damen auf der Fernseh-Couch den jungen Mann schützen? Er hat doch mit seinen zwei Mamas seinen Weg prima gefunden.

Für das Wohlergehen eines (Adoptiv)Kindes ist es egal, ob ein Elternpaar homo- oder heterosexuell ist – viel wichtiger ist, wie gut die Eltern sich vertragen, so das Ergebnis einer Analyse der Psychologinnen Rachel Farr von der University of Massachusetts und Charlotte Patterson von der University of Virgina, die im Fachmagazin Child Development publiziert wurde. Die Forscherinnen hatten 104 verschiedene Adoptivfamilien untersucht. Die wenigsten Verhaltensauffälligkeiten konnten die Wissenschaftlerinnen bei Kindern feststellen, bei denen die Beziehungen der Eltern harmonisch waren. Fazit: Für die Kinder sind familiärer Zusammenhalt und soziale Stellung der Familie in der Gesellschaft wichtig, nicht die sexuelle Orientierung der Eltern. Das Bundesjustizministerium kam schon durch eine Untersuchung im Jahr 2009 zu dem Ergebnis, dass Regenbogenfamilien nicht schlechter für das Kindeswohl sorgen, als andere (heterosexuelle) Familien.

Im Gegensatz können homophobe Menschen voller Hass Kinder so zum Verzagen bringen, dass sie Selbstmord begehen. Aus Verzweiflung über seine homophobe Umgebung hat sich ein schwuler, 14-Jähriger Schüler in Italien das Leben genommen. Die Polizei fand zwei Abschiedsbriefe, auf denen der Junge sich bei seine Familie entschuldigte: "Ich bin ein Schwuler. Niemand begreift, was ich erleide und ich weiß nicht, wie ich das meiner Eltern beibringen kann."

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