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Cool – Cooler – Finnland als Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2014

Roland SchatzRoland SchatzDer Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2014 präsentiert sich mit Humor und finnischer Coolness – weit mehr als 100 Titel erscheinen in deutscher Übersetzung.

Cool lautet das Motto des Ehrengastes Finnland der kommenden Frankfurter Buchmesse (8. bis 12. Oktober 2014). Roman Schatz ist der Erfinder des prägnanten Slogans. Der Wahlfinne, der seit 26 Jahren in Helsinki lebt und als Schriftsteller und Journalist arbeitet, bringt das Denken und Handeln der Finnen auf den Punkt: „Finnland hat seine heutige Größe nicht durch militärische Macht oder ökonomische Potenz erreicht sondern allein durch seine Kultur, in der Lesen und Bildung die Hauptrollen spielen. Das allercoolste an Finnland sind die Geschichten, die wir im kommenden Jahr erzählen werden.”

Mit dem Ehrengastauftritt erwartet Finnland einen größeren Durchbruch der finnischen Literatur und Kultur. Primäres Ziel ist die nachhaltige Positionierung finnischer Literatur auf den Buchmärkten der Welt sowie eine signifikante Erhöhung des Verkaufs von Auslandsrechten. Für die praktische Umsetzung des ehrgeizigen Projekts zeichnet FILI – Finnish Literature Exchange verantwortlich.Iris SchwanckIris Schwanck

Wie Iris Schwanck, Direktorin von FILI und Leiterin des Projekts Finnland. Cool. 2014, ausführt, war und ist das Lesen ein Schlüsselfaktor in der Geschichte Finnlands. Dementsprechend beschäftigt sich der Gesamtauftritt – visuell wie inhaltlich – mit Sprache, Worten und deren Bedeutungen, mit Buchstaben und Ideen. „Unsere Geschichte setzt sich aus Worten zusammen. Im Mittelpunkt stehen die Literatur, das Lesen und Lernen. Wir spielen mit dieser Vielstimmigkeit und heben Literatur mit neuen Mitteln und auch in unerwarteten Kontexten hervor”, so Schwanck.

Der visuelle Auftritt wird von Studenten unterschiedlicher Fachbereiche der Aalto-Universität gestaltet. Sie kreierten nicht nur das Ehrengast-Logo, sie stellen zudem ihre Kreativität beim Design der Ehrengastausstellung im Forum unter Beweis. Inhaltlich wird die Erfolgsstory des finnischen Bildungswesens im Vordergrund stehen. „Finnen lieben es, zu lesen, und wir sind Weltmeister in der Nutzung von Bibliotheken”, erläutert Paavo Arhinmäki, finnischer Minister für Kultur und Sport.Paavo ArhinmäkiPaavo Arhinmäki

Für das Jahr 2014 hat sich der Ehrengast viel vorgenommen: Allein im deutschsprachigen Raum werden 2014 weit mehr als 100 Neuübersetzungen erscheinen. Eine Vielzahl finnischer Autoren präsentieren ihre Literatur im Rahmen zahlreicher literarischer Festivals, Lesungen und Diskussionen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Eine wesentliche Ressource sieht FILI in der Gründung einer professionellen Übersetzergemeinde. Deshalb bildete die Organisation seit der Vertragsunterzeichnung mit der Buchmesse im Jahr 2009 hunderte von Übersetzern in verschiedenen Sprachen fort und organisierte internationale Verlegerbesuche.

Bereits seit Jahren trägt FILI dazu bei, die Übersetzung, den Druck sowie die Veröffentlichung finnischer Literatur weltweit zu fördern. Jährlich unterstützt die Organisation über 200 Übersetzungen in über 40 Sprachen. „Die finnische Literatur ist originär, lebendig und unverwechselbar und wir haben große Wegbereiter für den internationalen Erfolg unserer Literatur. Tove Jansson beispielsweise, deren 100-jähriges Jubiläum wir im kommenden Jahr feiern, Arto Paasilinna oder als neuesten Star Sofi Oksanen,” so Iris Schwanck. Ein weiterer Name, den man sich sicher für die Zukunft merken muss, ist Salla Simukka. Die Rechte der Schneewittchen-Thriller-Trilogie der Newcomerin verkauften sich in mehr als 30 Länder der Welt.

Eine weitere Zielsetzung des Ehrengastauftritts ist eine umfangreichere Vernetzung mit den Entscheidern der internationalen Verlagsszene. Darüber hinaus möchte Finnland seinen Ruf als Kulturland und faszinierendes Urlaubsziel in Deutschland und Europa stärken.

„Jeder verbindet mit Finnland etwas anderes”, so Juergen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse. „Das vorbildliche Bildungssystem und die extrem niedrige Analphabetenrate etwa. Oder auch Krimis, Tango und Sauna. Coole Einsilbigkeit wie bei Kaurismäki. Ich zum Beispiel bin mit den Mumintrollen der Autorin Tove Jansson aufgewachsen. Lange war mir nicht bewusst, dass Tove Jansson Finnin ist, jedoch auf Schwedisch schreibt. Ich bin gespannt auf die finnische Literatur und sicher: Der Ehrengast 2014 wird uns alle überraschen!“

Fotos: Pressekonferenz der Frankfurter Buchmesse 2013
           © Das Baltikum-Blatt / AWSiebert

 

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