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RIA Nowosti wird aufgelöst, Dmitri Kiseljow als Putins neuer Nachrichtenagenturchef ernannt

Präsident Wladimir Putin baut sich seine eigene Propaganda-Maschine auf und macht einen ausgewiesen Schwulenhasser zu deren Chef, berichtet queer.de.

Der russische Staatspräsident Wladimir Putin hat am Montag (9. Dezember) die Gründung einer neuen staatlichen Nachrichtenagentur angekündigt, die von seinem Vertrauten Dmitri Kiseljow geführt werden soll. Kiseljow hat in den letzten Jahren vor allem mit Tiraden gegen Homosexuelle und westliche Einflüsse für Aufsehen gesorgt.

Als populärer Moderator einer Talkshow im Sender Rossija 1 erklärte Kiseljow unter anderem, dass man die Herzen von Schwulen nicht für Organtransplantationen nutzen sollte. Der stellvertretende Direktor des Fernsehkanals sagte im April: "Ich denke, dass eine Geldstrafe für Homo-Propaganda unter Teenagern nicht genug ist. Sie müssen auch das Spenden von Blut, Samen und Herzen verbieten". Die Herzen von Homosexuellen gehörten nach einem Unfall "beerdigt oder verbrannt". Später behauptete er, nicht homophob zu sein – mit der Standardaussage: "Ich habe viele schwule Freunde" (queer.de berichtete).

Kiseljow liebt Hitler-Vergleiche
Auch die westliche Politik und Oppositionelle kritisiert Kiseljow offenbar mit Segen des Kremls unentwegt, am liebsten mit Hitler-Vergleichen. So verglich er während Zyperns Finanzkrise die Politik von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit der Enteignung der Juden durch die Nationalsozialisten. Die Kampagne des Regigmekritikers Alexej Nawalny bei der Bürgermeisterwahl in Moskau setzte er mit dem Wahlkampf Adolf Hitlers gleich.

Die neue internationale Nachrichtenagentur soll den Namen "Russland heute" (Rossija Segodnja) tragen. Dafür soll die alte staatliche Agentur RIA Nowosti völlig überraschend aufgelöst werden. Bereits jetzt gibt es einen englischsprachigen Nachrichten- und Meinungssender namens "Russia Today", der hauptsächlich negative Meldungen über europäische Staaten und insbesondere die USA im Programm hat. Der Sender verharmlost außerdem das russische Gesetz gegen Homo-"Propaganda" (queer.de berichtete). (dk)

Quelle: www.queer.de Mit freundlicher Genehmigung

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