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ZDF-„Auslandjournal“: Nemzow ruft Europa auf, die Freilassung der politischen Gefangenen in Russland zu fordern

Im Interview mit dem ZDF-"auslandsjournal" für die Sendung am Mittwoch, 20. November 2013, 22.20 Uhr, ruft der russische Oppositionspolitiker Boris Nemzow die europäischen Staatsoberhäupter auf, die Olympischen Spiele in Sotschi dazu zu nutzen, die Freilassung der politischen Gefangenen in Russland zu fordern.

Sollten Greenpeace-Aktivisten, "Pussy Riot" und andere prominente Gefangenen nicht freikommen, sollten die Europäer die Spiele boykottieren. Vor allem die deutsche Kanzlerin Angela Merkel forderte Nemzow auf, ihren besonderen Einfluss auf Präsident Wladimir Putin zu nutzen. Der Kremlchef wolle die Olympischen Spiele schließlich nicht nur im Kreise post-sowjetischer Despoten wie Lukaschenko verbringen.

Nemzow warnte außerdem, dass man aufgrund der Korruption und Ausbeutung bei den Arbeiten in Sotschi damit rechnen müsse, dass es während der Spiele zu Unfällen kommen könne. Nicht Terroranschläge, sondern schlichtweg die Folgen von Umweltschäden und Schlamperei stellten das größte Risiko für Putin dar. "Es wäre ein guter Ausgang, wenn es keine Toten gäbe."

twitter.com/ZDF

Der russische Politiker Boris J. Nemzow wurde 1959 in Sotschi geboren. Er gehörte lange Zeit zu den führenden Köpfen der Partei Union der rechten Kräfte. Anfang der 1990er Jahre war der Strahlenphysiker Gouverneur der Provinz Nischni Nowgorod. Unter dem Präsidenten Boris Jelzin war Nemzow Vize-Ministerpräsident (1997-1998).

 

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