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NDR: Hans Pleschinski sagt Lesereise nach Russland ab

Hans Pleschinski, der mit seinem Thomas Mann-Roman "Königsallee" derzeit auf den deutschen Bestsellerlisten steht, hat eine Lesereise nach Russland abgesagt. Dieses berichtete er exklusiv auf NDR Kultur: "Es ist zu gefährlich", sagte Pleschinski im "Journal" auf NDR Kultur. Er habe Angst, nach Russland zu reisen, da er befürchten müsse, dort in einem Gefängnis zu landen. Buchhändler, die sein Buch verkauften, oder Veranstalter, die ihn einlüden, könnten bestraft werden: "Ich auch."

Pleschinski, der in seinem aktuellen Roman "Königsallee" die homoerotische Beziehung zwischen Nobelpreisträger Thomas Mann und einem Jugendlichen aus Düsseldorf beschreibt, bezeichnete die Unterdrückung von Homosexuellen in Russland gegenüber NDR Kultur als schockierend: "Es ist ein unfasslicher, ein widerwärtiger Vorgang." Zuletzt waren Gerüchte aufgekommen, Pleschinski werde in Russland auf einer sogenannten "rosa Liste" mit homosexuellen oder homophilen Künstlern geführt.

Seit Juni ist in Russland ein Gesetz in Kraft, dass die Erwähnung von Homosexualität in Gegenwart Minderjähriger unter Strafe stellt. Es war von der Duma einstimmig beschlossen worden. In Russland kommt es seit Längerem immer wieder zu Diskriminierungen und Ausschreitungen gegenüber Homosexuellen.

Das vollständige Gespräch mit Hans Pleschinski ist ab Dienstag, 1. Oktober, ab 19.00 Uhr in der Sendung "Journal" auf NDR Kultur zu hören und im Internet unter NDR.de/ndrkultur zu finden.

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