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„Pobeda 1946“ - eine Buchvorstellung in der estnischen Botschaft

v.l. Verlegerin Anette Beger, Ilmar Taska und estnische Kulturattaché Merit Kopliv.l. Verlegerin Anette Beger, Ilmar Taska und estnische Kulturattaché Merit KopliVon Ülo Salm, Berlin

Der sowjetische Pkw GAZ-20 „Pobeda“ (Sieg) ist heute nur noch Legende, längst abgelöst durch den russischen „Wolga“. Allerdings ist der alte Name noch in Gestalt der russischen Fluggesellschaft POBEDA lebendig (vorwiegend innerrussische Flüge, inzwischen auch ins Ausland expandierend).

Der estnische Schriftsteller Ilmar Taska hat den Namen des sowjetischen Oberklasse-Wagens als Titel für seinen Roman „Pobeda 1946“ auserkoren.

Der Luxuswagen wird in der Geschichte zum Instrument des sowjetischen Geheim- dienstes. Es gelingt einem Agenten, mit Hilfe des faszinierenden Autos das Vertrauen eines sechsjährigen estnischen Jungen zu gewinnen, das er skrupellos ausnutzt. So gelingt es ihm, das Kind dazu zu bringen, unwissentlich den Vater zu verraten, der dem estnischen Widerstand angehört, und letztlich wird auch die Mutter Opfer des Systems. Der Junge bleibt allein.

Eingebunden in den Roman ist auch die Liebesgeschichte zwischen einem britischen Radiomoderator und einer estnischen Opernsängerin mit allen widrigen Umständen, die der eiserner Vorhang und die Herrschaft des Geheimdienstes über alles Leben mit sich brachte.

Über den Inhalt im einzelnen sol hier nichts verraten werden. Erwerben Sie dieses hervorragende Buch, das von Annette Berger im Züricher Kommode Verlag (gegründet 2010) herausgegeben und von dem hervorragenden Übersetzer Cornelius Hasselblatt ins Deutsche übertragen wurde.

Der Autor war am 14. November zur Präsentation des Buches in der estnischen Botschaft erschienen, so dass sich Gelegenheit bot, mit diesem vielseitigen Produzenten, Regisseur, Drehbuchautor und Schriftsteller ins Gespräch zu kommen. Taska wuchs in Estland auf und studiert an der Filmhochschule Moskau. Seiner Ausbildung und den internationalen Aktivitäten ist es zu verdanken, dass seine Geschichten bildhaft und brillant inszeniert sind. Der Roman ist sowohl ein authentisches und hervorragendes Zeitdokument als auch ein ausgesprochener „Thriller“, bei dem es schwer fällt, ihn beim Lesen beiseite zu legen.

Auf sein nächstes Werk dürfte man gespannt sein.

Foto: © Botschaft von Estland

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