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Estland: Beliebte Sängerin Heli Lääts verstorben

Heli LäätsHeli LäätsEstland trauert um die beliebte Sängerin Heli Lääts. Sie ist im Alter von 85 Jahren am 16. Februar verstorben. Ihr Mann, Dirigent Peeter Saul, war drei Jahre zuvor aus dem Leben geschieden. Sie hatten 1958 geheiratet und zwei Söhne bekommen.

Heli Lääts (offiziell Heli Saul) wurde 24. Juni 1932 in der Hauptstadt der Insel Saaremaa, Kuressaare geboren. Die Musik war ihr in die Wiege gelegt, denn ihre Mutter arbeitete als Chorleiterin. Doch das Familienglück hielt nicht lange. Als Heli nur neun Jahre alt war, wurde ihre Mutter während der deutschen Okkupation in Estland 1941 festgenommen und in einem Wald erschossen. Exekution war eine Racheaktion, denn in der Nähe hatte ein Unbekannter einen deutschen Offizier getötet.

Das Mädchen wurde danach zu ihrer Tante nach Tallinn geschickt. Später heiratete Helis Vater die Tante.

Die Mezzosopranistin debütierte 1955 als Schlagersängerin, später studierte sie am Tallinner Konservatorium bei dem berühmten Opernsänger Tiit Kuusik (Bariton). Als erster in Estland wurde Lääts die Qualifikation einer Schlager- und Kammersängerin verliehen.

Die eigentliche Musikkarriere von Heli Lääts bewirkte jedoch die Mutter ihres späteren Mannes, die Musikpädagogin Linda Saul. Anschließend feierte das Tandem Heli Lääts - Peeter Saul gemeinsam viele Bühnenerfolge. Das Paar schmolz einfach zusammen. Saul war ein guter Bandleader und Lääts verstand ihren Gatten auch musikalisch, ohne Worte.

Lääts wurde populär mit dem Ensemble von Emil Laansoo und dem Estrade-Orchester des estnischen Rundfunks, geleitet von ihrem Mann. Die Estin war erfolgreich auch bei Gesangswettbewerben in der Sowjetunion. Ganze 30 Jahre (1957-1987) arbeitete sie als Solistin an der staatlichen Philharmonie der estnischen Sowjetrepublik. Später war sie dort als Gesangslehrerin tätig.

Die Verstorbene war seit 2002 Mitglied der linksorientierten Zentrumspartei (Keskerakond).

Hier können Sie das Lied „Mööda teed“ („Auf dem Weg“) hören.



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