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XIII. Domus Revaliensis-Kulturtage in Tallinn widmet sich an August von Kotzebue

 

August von KotzebueAugust von KotzebueDie 13. Domus Revaliensis-Tage finden in diesem Jahr zu Beginn des September 2017 in Tallinn statt. Sie befassen sich mit dem herausragenden baltischen Schriftsteller, August von Kotzebue, der weit über die Grenzen Estlands hinaus bekannt war. In der Festveranstaltung werden Dr. Maris Saagpakk aus estnischer und Dr. O.-H. Elias aus deutscher Sicht über ihn berichten.

Der Samstag (2. September) beginnt mit der Kranzniederlegung am Denkmal des Baltenregiments. Anschließend findet im historischen Saal der Akademie der Wissenschaften das Baltische Konzert mit Musik von estnischen und deutschbaltischen Komponisten statt. Sie wird von estnischen Künstlern vorgetragen.

Am Nachmittag ist ein Besuch des Nikolai-Kirche (Niguliste-Kirche) in Tallinn (früher Rewal) geplant, wo der Totentanz von Bernd Notke (Lübeck) und weitere Kunstwerke zu besichtigen sind.

Im historischen Haus der Lehrer, am Rathausplatz, treffen sich am Abend Gäste und Veranstalter zum gemütlichen Gesellschaftsabend mit Musik, Buffet und kühlen Getränken.

Die Andacht in der Heiliggeist-Kirche, beginnt am Sonntag (3. September) um 9.30 Uhr.

Die diesjährige Ausfahrt führt die Teilnehmer zum ehemaligen Gut von August von Kotzebue. Reiseführerin Eva Kainast wird der Gruppe Sehenswürdigkeiten zeigen (Burg, Kirche, Museum) und über die Geschichte dieses Ortes berichten.

Interessierte sind herzlich eingeladen! Bei der Suche nach preiswerten Übernachtungsmöglichkeiten ist Deutschbaltisch-Estnischer Förderverein e. V. gern behilflich.

XIII. Domus Revaliensis-Tage in Tallinn/Deutschbaltisch-Estnische Kulturtage vom 1. bis 3. September 2017.

Veranstalter: Deutschbaltisch-Estnischer Förderverein e.V. in Berlin.

Ansprechpartnerinnen sind Babette Baronin von Sass in Berlin e-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und Erika Weber in Estland.

Info:

August von Kotzebue (1761-1819) war ein deutscher Schriftsteller. Nach dem Sieg von Napoleon Bonaparte in der Schlacht bei Jena und Auerstedt 1806 flüchtete er nach Russland, wo er im Schutz seines Gutes in Estland, damals ein Gouvernement des russischen Zarenreiches, zahlreiche satirische Artikel gegen den Kaiser in seiner Blätter verfasste. Durch seine Beziehungen wurde der Deutscher Sekretär des Generalgouverneurs in Sankt Petersburg, später Assessor am Obersten Gerichtshof in Rewal. Er heiratete die Tochter eines russischen Generalleutnants und wurde 1785 in den erblichen russischen Adelsstand erhoben. Insgesamt war von Kotzebue dreimal verheiratet Im gleichem Jahr wurde er zum Präsidenten des Magistrats des Gouvernements Estland ernannt. In seinen letzten Lebensjahren war er als russischer Generalkonsul tätig.

In Rewal eroberte er sich Anerkennung durch seine Romane „Die Leiden der Ortenbergischen Familie“ (1785) und „Die Geschichte meines Vaters“ (1788) sowie durch die Dramen „Adelheid von Wulfingen“ (1789). Der positive Ruf, der aus seinen schriftstellerischen Arbeiten erwuchs, wurde jedoch nahezu zerstört durch die drastische zynische Satire „Doktor Bahrdt mit der eisernen Stirn“, die 1790 (mit dem Namen Knigges) auf der Titelseite erschien. Nach dem Tod seiner ersten Frau zog von Kotzebue sich vom Dienst in Russland zurück und lebte eine Zeit in Paris und Mainz. 1795 zog er auf sein Anwesen in Estland erworben hatte und widmete sich der literarischen Arbeit. Innerhalb weniger Jahre veröffentlichte er sechs Bände verschiedener Skizzen und Erzählungen sowie mehr als zwanzig Dramen, von denen viele in mehrere europäische Sprachen übersetzt wurden.

 Der Jenaer Theologiestudent Karl Ludwig Sand erstach von Kotzebue in Mannheim in seinem Wohnhaus am 23. März 1819 vor den Augen dessen vierjährigen Sohnes mit den Worten: „… hier, Du Verräter des Vaterlandes.“ Sein Sohn August Julius wurde nach der Ermordung seines Vaters zum Austritt aus der Urburschenschaft gezwungen, in der Sand Mitglied war. Von Kotzebues Grab befindet sich auf dem Mannheimer Hauptfriedhof, nur wenige Meter von dem seines Mörders entfernt.

Die Karlsbader Beschlüsse waren das Resultat der Karlsbader Ministerialkonferenzen vom 1819, an welchen die einflussreichsten Staaten im Deutschen Bund teilnahmen. Die Konferenzen berieten über Maßnahmen zur Überwachung und Bekämpfung liberaler und nationaler Tendenzen im nach-napoleonischen Deutschland. Karlsbad (tschechisch: Karlovy Vary) gehörte zum Habsburgerreich und war als Kurort gut geeignet, das geheime Treffen als eher zufällige private Zusammenkunft von Diplomaten und Ministern darzustellen und so vor den Augen der Öffentlichkeit zu verbergen. Die Beschlüsse entstanden unter der Ägide des österreichischen Außenministers und späteren Staatskanzlers Clemens Fürst von Metternich-Winneburg zu Beilstein. Anlass für die Karlsbader Beschlüsse war die damals an verschiedenen deutschen Höfen vorherrschende Revolutionsangst. Auslöser und Rechtfertigung für die Karlsbader Beschlüsse war die Ermordung des Schriftstellers August von Koetzebue. Unmittelbarer Auslöser waren jedoch die Hep-Hep-Unruhen vom 2. August 1819, bei denen es erstmals seit dem Mittelalter zu überregionalen antijudaistischen Gewaltausbrüchen gekommen war. (Mit Materialien von Wikipedia)

Bild: Wikipedia / Gemeinfrei

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