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„So klingt Europa“

Komponist Erki-Sven TüürKomponist Erki-Sven TüürVon Ülo Salm, Berlin

Unter dem Motto der Überschrift eröffnete das Bundesministerium der Finanzen in seinem beeindruckenden Hause in Berlin am 28. Juni eine neue Veranstaltungsreihe. In der sich die Euroländer durch hervorragende musikalische Darbietungen präsentieren sollen - umrahmt von politisch-kulturellen Podiumsgesprächen. Die Idee: Europa ist nicht nur Finanzen.

Das Bundesfinanzministerium hatte als erstes Gastland Estland auserkoren. Dies nicht nur als junges Euroland, sondern vor allem wegen seines herausragenden musikalischen Erbes.

Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble und der estnische Finanzminister Jürgen Ligi unterhielten das Publikum in lockerer und humoriger Weise im politischem Gespräch, während der Parlamentarische Staatssekretär Steffen Kampeter und der estnische Komponist Erkki-Sven Tüür das Kulturgespräch führten.

Die Veranstaltung wurde vom Mädchenchor des Estnischen Fernsehens eröffnet. Die Sängerinnen wurden ihrem internationalen Ruf als einem der weltbesten Jugendchöre gerecht. Sie begeisterten ihre Zuhörer und rissen sie immer wieder zu stürmischem Beifall hin. Auch die sehr jungen Musikerinnen des Trios „Midrid“ (an jenem Tage nur als Duo vertreten) ernteten mit ihrem Gesang und Spiel, mit dem sie estnische Folklore neu interpretieren, großen Beifall. Das Trio „YXUS Ensemble“, das sich zeitgenössischer Musik verschrieben hat, huldigte den estnischen Komponisten Heino Eller, Arvo Pärt und dem anwesenden Erkki-Sven Tüür. Die anspruchsvollen Kompositionen wurden von den Zuhörern nicht nur freundlich aufgenommen, sondern auch mit Ovationen bedacht, nicht zuletzt auch die Person Tüürs.

Musik und Gespräche wurden während der gesamten Dauer der Veranstaltung vom Maler Ivar Kaasik begleitet, der in diesen Stunden unter den Augen des Publikums in beeindruckender Weise eine abstrakte großflächige und sehr schöne Farbkomposition schuf, die zu Recht mit großem Beifall bedacht wurde (Kaasik bescheiden: „Ach, das ist Nichts“).

Den geselligen und ebenfalls vom Mädchenchor begleiteten Abschluss bildeten kulinarische Genüsse – den Glauben, estnische Küche sei mehr oder weniger einfach-bäuerlich, Lügen strafend.

Foto: © Das Baltikum-Blatt / AWSiebert

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