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Demokratieanstoß im Vatikan

Alois Glück auf der Katholikentag in Mannheim 2012Alois Glück auf der Katholikentag in Mannheim 2012Papst Franziskus will wissen, was die Gemeinden weltweit über Ehe und Familie denken und hat entsprechende Fragebogen an mehr als 4700 Bischöfe geschickt. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, geht das aus einem Vorbereitungsdokument zur außerordentlichen Bischofssynode hervor. Die Synode soll im Oktober 2014 zusammen kommen.

Der Oberhirte der Kirche stellt Fragen zu wiederverheirateten Geschiedenen, gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften und fragt dazu allgemein, ob die katholischen Dogmen zur Ehe heutzutage noch bei den Gläubigen ankommen.

Die Bischöfe sollen aber nicht nur ihre eigene Meinung vorbringen, sondern auch den Mitgliedern in den Gemeinden. Im Klartext bedeutet die Anfrage des Papstes, dass zum ersten Mal in der Kirchengeschichte auch ganz einfache Gläubige ihre Meinung sagen und damit mitreden können.

Die Umfrage soll bis Ende Januar kommenden Jahres abgeschlossen sein. In Großbritannien haben die Bischöfe den Fragebogen schon ins Internet gestellt.

Der Süddeutschen Zeitung zufolge begrüßte das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) die Initiative. „Es ist eine große Chance, dass sich die Laien zu Ehe, Familie und Sexualität äußern und ihre Gedanken und Ansichten einbringen können,“, zitierte die Zeitung Präsidenten des ZdK, Alois Glück.

Foto: © Das Baltikum-Blatt / AWSiebert

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