Google+
Werbung


Katholischer Pfarrer wegen Sex-Dienstleistungen beurlaubt

Geistlicher Würdenträger - SymbolbildEin mutmaßlicher Kunde des "Vatikan-Escorts" hat in der Kirchengemeinde St. Martin in Bamberg (Oberfranken) seinen Job als Priester verloren. Der 51-jährige ist nach Erklärung des Erzbistums suspendiert worden, weil er sich "schwerer Verfehlungen" gegen kirchliche Vorschriften schuldig gemacht habe, die das sechste Gebot ("Du sollst nicht ehebrechen") sowie "das priesterliche Zölibat betreffen". Der Priester sei dem Bayerischen Rundfunk zufolge konservativ und traditionsbewusst. Er hätte seine „Verfehlungen“ zugegeben und sich in ein Kloster zurückgezogen.

Konkret wird dem Geistlichen laut Medienberichten vorgeworfen, die Dienste eines schwulen Callboys in Anspruch genommen zu haben. Die Entlassung steht offenbar im Zusammenhang mit der Outing-Aktion von Callboy Francesco Mangiacapra, der damit die Heuchelei innerhalb der katholischen Kirche aufzeigen wollte. In einem Interview mit dem Magazin „Stern“ offenbarte der 37-Jährige: "Überall in Italien, in Rom, im Süden des Landes, durch die Chatgruppe wurde ich schnell bekannt und dementsprechend oft gebucht. Ich hatte auch einen geistlichen Kunden aus Bamberg, der mich buchte, wenn er nach Rom kam."

Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick ist laut Queer.de erbitterter Gegner der Rechte von Homosexuellen. So forderte der Kleriker die Bundesregierung im vergangenen Jahr auf, die beschlossene Ehe-Öffnung für gleichgeschlechtliche Paare wieder rückgängig zu machen. 2014 kritisierte Schick indirekt das Coming-out des früheren Fußballnationalspielers Thomas Hitzlsperger und forderte, dass Homosexuelle statt sich zu offenbaren lieber ihre Sünden beichten und Buße tun sollten. (asie)

Quellen: Stern, Queer.de

Symbolfoto: © Das Baltikum-Blatt / AWSiebert

 

Folgen Sie uns auch auf Facebook und Twitter ,um immer auf dem Laufenden über Nachrichten aus aller Welt zu bleiben.



Werbung
Werbung
y