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Deutschland: Etwas weniger Personen als im Vorjahr rechtskräftig verurteilt

Gerichtssaal in DeutschlandGerichtssaal in DeutschlandIm vergangenen Jahr verurteilten Gerichte in Deutschland insgesamt 737.873 Personen rechtskräftig wegen eines strafrechtlichen Vergehens. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, waren das 1.614 Personen beziehungsweise 0,2 Prozent weniger als im Vorjahr (739.487).

Wie im Vorjahr war die Verhängung einer Geldstrafe die häufigste Sanktionsart. So wurden 568.314 Personen zu einer Geldstrafe und 107.831 zu einer Freiheitsstrafe oder einem Strafarrest nach allgemeinem Strafrecht verurteilt. Bei weiteren 61.728 Personen wandten die Gerichte das Jugendstrafrecht an. Davon erhielten 10.033 Personen eine Jugendstrafe, bei 43.901 wurden Zuchtmittel und bei 7.794 Erziehungsmaßregeln nach dem Jugendgerichtsgesetz verhängt.

Hinsichtlich der Art derDelikte machten Straftaten im Straßenverkehr im Jahr 2016 rund ein Fünftel aller rechtskräftigen Verurteilungen aus. Wegen einer Straftat im Straßenverkehr wurden15.4331 Personen verurteilt, das waren 2,2 Prozent mehr als im 2016. Noch nicht Gegenstand der Verurteilungen im vergangenen Jahr ist die mit Wirkung zum 13. Oktober 2017 neu in das Strafgesetzbuch (StGB) eingeführte Vorschrift nach Paragraph 315d, nach der die Teilnahme an einem nicht genehmigten Kraftfahrzeugrennen ein Straftatbestand ist.

Ohne Delikte im Straßenverkehr wurden insgesamt 480.647 Straftaten nach dem Strafgesetzbuch (StGB) im vorigen Jahr rechtskräftig verurteilt, darunter 138.795 in der Deliktgruppe Diebstahl- und Unterschlagung (minus 0,4 Prozent) und 159.305 in der Deliktgruppe Betrug und Untreue (minus 5,5 Prozent).

Rund 8,2 Prozent der gerichtlichen Schuldsprüche erfolgten im Jahr 2016 wegen Verletzungen des Rechtsguts auf körperliche Unversehrtheit. Es gab 606.63 rechtskräftige Verurteilungen wegen Körperverletzung. Dies waren 399 Personen beziehungsweise 0,7 Prozent mehr als im Vorjahr.

Neben dem Strafgesetzbuch (StGB) und dem Straßenverkehrsgesetz (StVG) existieren in Deutschland noch weitere Gesetze, die Strafvorschriften enthalten. Im Jahr 2016 wurden 102895 Personen wegen der Verletzung anderer Gesetze verurteilt, darunter am häufigsten wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz (BtMG). Im Jahr 2016 waren es 57.539 und damit drei Prozent mehr als im Vorjahr.

Quelle: Statistisches Bundesamt

Symbolfoto: © Das Baltikum-Blatt / AWSiebert

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