Google+
Werbung


Lichtfest in Leipzig und ein Abend zu katholischen Priestern und die Stasi

Ministerium für Staatssicherheit in Berlin – Arbeitszimmer von Erich MielkeMinisterium für Staatssicherheit in Berlin – Arbeitszimmer von Erich MielkeWie jedes Jahr feiert die Stadt Leipzig in beeindruckender Intensität und Vielfalt ihren entscheidenden Tag der Friedlichen Revolution am 9. Oktober 1989. „Im Mittelpunkt stehen an diesem Datum traditionell das Friedensgebet und die Rede zur Demokratie in der Nikolaikirche sowie das Lichtfest Leipzig auf dem Augustusplatz“, vermerkt das Programmheft.

Der Landesbeauftragte in Sachsen, Maximilian Heidrich, unterstützt Aktivitäten zu diesem Tag und an diesen Tagen. Zum Beispiel die Lichtinstallation, die in den Abendstunden vom 6. bis 9. Oktober den „Horchturm an der Ohrenburg“, als Teil der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ markiert. Sie erinnert an den friedlichen Sturz der kommunistischen SED-Diktatur. Als optische Landmarke wird die Lichtfarbe weithin sichtbar sein und die Gegenwart der DDR-Vergangenheit eindrucksvoll symbolisieren. „Damit wird neben der Nikolaikirche und dem Augustusplatz ein weiterer wichtiger Ort der Friedlichen Revolution in die Feierlichkeiten einbezogen“, so die Veranstalter.

Katholische Priester und die Stasi – eine ethische Reflexion

Am Freitag, den 13. Oktober, referiert Dr. Gregor Buß von der Hebräischen Universität Jerusalem über einen spannenden Aspekt der ostdeutschen Kirchengeschichte. Wie bei der Evangelischen Kirche versuchte die Stasi, auch die etwa 920.000 Mitglieder zählende katholische Kirche der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) mit inoffiziellen Mitarbeitern (IM) des Staatssicherheites (Stasi) zu unterwandern. Bis zum Ende des SED-Regimes waren circa 100 katholische Priester alsIMs für die politische Polizei tätig. Wie kam es dazu? In welchem Umfang haben die Geistlichen mit dem Geheimdienst kollaboriert? Was hat sie dazu motiviert? Welche Glaubensvorstellung opferten sie dafür?

Gregor Buß hat ausführlich in den Akten recherchiert und Zeitzeugen befragt. Er gibt Einblicke in seine Recherchen und ordnet das Handeln der angeworbenen Geistlichen im Hinblick auf ethische Fragen ein.

 Die Abendveranstaltung findet in Kooperation mit der Katholischen Akademie, Bistum Dresden Meißen, im Vortragssaal der Propstei St. Trinitatis, Nonnenmühlgasse 2, in Leipzig statt. Damit wird auch dieser beeindruckende Ort Leipzigs in die Veranstaltungskette einbezogen. Beginn ist 19.00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Eine zweite Veranstaltung findet am 16. Oktober 2017 um 19:30 Uhr in Dresden im Haus der Kathedrale, Schlossstraße 24, statt.

Mehr Informationen über Stasi-Museum in Berlin www.stasimuseum.de

Foto: © Das Baltikum-Blatt / AWSiebert

Folgen Sie uns auch auf Facebook und Twitter ,um immer auf dem Laufenden über Nachrichten aus aller Welt zu bleiben.



Werbung
Werbung