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Homosexualität: Bundesregierung hat Probleme mit der Regenbogenfahne

Regenbogenfahne - SymbolbildHomosexualität wird in Deutschland weitestgehend akzeptiert. Doch um das Hissen der Regenbogenfahne vor Bundesbehörden, eines Symbols der gleichgeschlechtlichen Menschen aus der Zeit der Christopher Street Day (CSD)-Paraden, gibt es immer noch Zank zwischen den Parteien. Im vergangenen Jahr wurde sogar der Antidiskriminierungsstelle der Bundesrepublik erst am Vorabend der Parade erlaubt, die Fahne hochzuziehen. Die Behörde hat ihren Sitz im Gebäude, das der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben gehört. Und der Besitzer hatte das Fahnenhissen schlicht verboten.

Doch der eigentliche Befehlshaber ist das Bundesinnenministerium, das reguliert, wie die Dienstobjekte zu beflaggen sind. Manche von Sozialdemokraten (SPD) geführte Ministerien haben trotz des offiziellen Verbotes des Bundesinnenministers Thomas de Maizière (CDU) die Fahne mit Regenbogenfarben hochgezogen und so ihre Solidarität mit sexuellen Minderheiten bekundet. Die Christdemokraten und Christsozialen (CDU/CSU) befürworten demgegenüber ein Verbot der Regenbogenfahne.

Eine Verständigung sei auch in diesem Jahr möglich, erfuhr Volker Beck von der Partei Die Grünen. Der heutige Beflaggungserlass wurde 2005 beschlossen. Die Bundesregierung erklärte in ihrer Antwort auf die Anfrage, dass „Solidarität mit den durch Diskriminierung betroffenen Menschen auf verschiedene Weise ausgestaltet und ausgedrückt werden“ könne. Beck findet diese Haltung als „pickelhaubig, vorgestrig und provinziell“.

Zur Erinnerung: Barack Obama hatte das Weiße Haus in Washington mit Regenbogenfarben schmücken lassen, als im Juni 2015 in den USA beschlossen wurde, dass Homosexuelle in allen Bundesstaaten heiraten dürfen. Obama schrieb damals dazu bei Twitter: „Der heutige Tag ist ein großer Schritt auf dem Weg zur Gleichberechtigung.“

Auch der kanadische Ministerpräsident Justin Trudeau hatte im vergangenen Jahr keine Probleme, eine Regenbogenfahne am kanadischen Parlamentsgebäude hochziehen zu lassen.

Der Schöpfer dieses ikonischen Symboles war Gilbert Baker. Die Regenbogenfahne entwarf er 1978 zusammen mit einigen Mitstreitern für den Gay Freedom Day in San Francisco – sie steht für Vielfalt, Toleranz und Akzeptanz und wurde binnen kurzer Zeit zu einem internationalen Zeichen. Baker verstarb am 30. März im Alter von 65 Jahren in New York. (asie/tmich)

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