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Deutschland: Erfolgreiche Fahndung der Polizei

Obdachloser - SymbolbildAm 26. Dezember fahndete die Berliner Polizei mit Fotos und Videos nach sieben Jugendlichen, die unter dem Verdacht stehen, tags zuvor gegen zwei Uhr einen Obdachlosen im U-Bahnhof Schönleinstraße in Brand gesteckt zu haben. Das wehrlose Opfer schlief dort auf einer Bank. Die vorbeigehenden Passanten konnten den Wohnungslosen jedoch retten. Auch ein Zugführer der U-Bahn eilte mit einem Feuerlöscher zur Hilfe. Sie löschten die Flammen an der Kleidung des Mannes. Seine Habseligkeiten verbrannten aber.

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) öffnen im Winter nachts gewöhnlich einige U-Bahnhöfe für Obdachlose, die vor dem rauen Wetter Schutz und Wärme suchen. Während der Feiertage fahren die U-Bahnen jedoch rund um die Uhr. In der deutschen Hauptstadt haben tausende Menschen keine Wohnung. Die Berliner Kältehilfe bietet aber nur rund 700 Schlafplätze an.

Die Polizei spricht bei so einer Tat von Hass-Kriminalität, denn das Opfer sei gezielt angegriffen worden. Demzufolge hat der Staatsschutz die Ermittlungen zu dem Mordversuch an sich genommen. Nach der Veröffentlichung von Fahndungsbildern haben sich der Bild-Zeitung zufolge sechs mutmaßliche Täter im Alter von 15 bis 18 Jahren noch am Abend freiwillig der Polizei gestellt. Den siebten Mann, den 21-jährigen Hauptverdächtigen haben Zivilfahnder festgenommen. Er soll das brennende Papier an die Habseligkeiten des Obdachlosen gelegt haben. Sechs der mutmaßlichen Täter sollen aus Syrien, einer aus Libyen stammen. Sie alle sind Flüchtlinge und nur eine Person in der mutmaßlicher Tätergruppe hatte noch keine Bekanntschaft mit der Polizei gemacht. Es soll dabei auch um mehrere Fälle von Körperverletzung gegangen sein. Die Tatverdächtigen wohnen zwar alle in Berlin, allerdings in verschiedenen Unterkünften. Inzwischen wurden gegen alle sieben Festgenommenen Haftbefehle erlassen.

U-Bahn-Treter nach Bilderveröffentlichung gefasst

Erst kürzlich hatte ein anderer Fall bundesweit für Empörung gesorgt. Ein Mann hatte eine Frau im Bahnhof Hermannstraße (Stadtteil Neukölln), der ebenfalls videoüberwacht wird, am 27. Oktober ohne Vorwarnung auf einer Treppe mit voller Wucht in den Rücken getreten. Sie stürzte, musste im Krankenhaus behandelt werden und erstattete Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung - Das Baltikum-Blatt berichtete . Die Polizei musste sich massive Kritik anhören, weil sie erst nach mehreren Wochen mit Videobildern nach dem Täter fahndete. Der Tatverdächtige und seine drei Begleiter wurden inzwischen gefasst. Der Haupttäter stammt, wie auch seine Gefährten, aus Bulgarien und ist 27 Jahre alt. Svetoslav S. hat den bulgarischen Medienberichten zufolge eine kriminelle Vergangenheit. Der dreifache Vater aus der Stadt Dobritsch sei wegen Raubes und Diebstählen vorbestraft. Zuletzt wohnte er mit seiner Familie in Warna. Er sei nach Berlin gereist, um dort Verwandte zu besuchen. Seine Ehefrau arbeitete in einer Berliner Kneipe, auch er selbst soll dort ausgeholfen haben.

Der Bulgare war mit europäischem Haftbefehl gesucht und schließlich am 17. Dezember bei seiner erneuten Ankunft in Berlin am Zentralen Omnibushof Charlottenburg festgenommen worden. Er kam aus Südfrankreich. Was er in Lyon tat, oder warum er wieder nach Berlin kam, ist nicht bekannt.

Symbolfoto: © Das Baltikum-Blatt / AWSiebert

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