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Estland: Flüchtling wegen häuslicher Gewalt in Haft

Minarett der Sehitlik-Moschee in BerlinMinarett der Sehitlik-Moschee in BerlinIn der estnischen Westküstenstadt Haapsalu hat die Polizei am 12. November einen Flüchtling aus Syrien festgenommen. Er wird beschuldigt, seine Ehefrau geschlagen zu haben.

Ein Abgeordneter des nationalen Parlamentes (Riigikogu), Henn Põlluaas von der populistischen Estnischen Konservativen Volkspartei (EKRE), brachte in der Volksvertretung am 14. Dezember und später in der Lokalzeitung Lääne Elu vor, dass der Festgenommene angeblich seine Frau an einem Heizkörper angebunden, sie mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen und dann anzuzünden gedroht habe. Schlimmeres sei durch eine Flüchtlingshelferin verhindert worden, die kam, um den Familienstreit zu schlichten. Sie alarmierte auch die Polizei.

Die Behörde hat die Bekanntmachung nicht kommentiert. Eine Sprecherin der Polizei, Annely Erm, verurteilte Põlluaas scharf wegen der Verbreitung des vorläufigen Ermittlungsergebnisses: „Das ist eine Beeinflussung der Zeugen. Wenn die Augenzeugen jetzt in der Zeitung lesen, dass die Frau festgebunden worden sei, glauben sie dies, obwohl sie es überhaupt nicht gesehen haben.“ Sie bestätigte, dass der inhaftierte Asylbewerber, der mehrfach wegen Gewalt gegen seine Frau aufgefallen sei, weiterhin in Haft ist. Er soll während eines Streites gedroht haben, seine Frau umzubringen.

Põlluaas ist bekannt für seine rassistischen Äußerungen gegen Muslime und Homosexuelle. (asie/tmich)

Symbolfoto: © Das Baltikum-Blatt / AWSiebert



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