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Estnische Neonazis marschieren offensichtlich in Bulgarien

Neonazi-Demonstration in SofiaNeonazi-Demonstration in SofiaDas Nachrichtenportal Delfi berichtet, dass in Sofia am 17. Februar offensichtlich auch eine Gruppe von Neonazis aus Estland an einer Parade zu Ehren von Christo Nikolow Lukow (1887-1943) teilgenommen hat.

Am Samstag waren hunderte Rechtsextremisten mit bulgarischen Flaggen durch die Straßen von Sofia gezogen. Sie brüllten dabei nationalistische Leitsätze, um an den Armeegeneral zu erinnern. Die bulgarische Regierung hatte sich vergeblich für ein Verbot des Aufmarsches eingesetzt.

«Wir wehren uns dagegen, Antisemiten, Neonazis oder Faschisten genannt zu werden», sagte der Anführer der Demonstration, Swedomir Andronow, der Nachrichtenagentur AFP. «Wir sind einfach Nationalisten.»

Lukow war der Führer des ultranationalistischen Bulgarischen Bundes der Nationalen Legionen. Er wurde während des Ersten Weltkriegs zum Major befördert, anschließend 1935 zum Kriegsminister ernannt. Noch vor Beginn des Zweiten Weltkriegs hatte der Bulgare enge Beziehungen zu Nazielite und baute mit dessen Hilfe den Bund zu einer faschistischen Organisation um. Der Minister mit antisemitischen Ansichten wurde von den kommunistischen Partisanen Iwan Burudschiew und Violeta Yakowa vor seinem Wohnhaus erschossen.

Gegen die Parade wurde eine Petition gestartet, die 178.000 Bürger unterschrieben hatten. Während des Fackelmarschs fand auch eine Gegendemonstration statt. Darüber berichtet „The Sofia Globe“.

Bulgarien führt zur Zeit unter dem Motto „Einigkeit macht stark“ die EU-Ratspräsidentschaft und fürchtet nun einen Imageschaden. (asie)

Quellen: Delfi, The Sofia Globe, Wikipedia

Foto: Screenshot

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