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Estland: Bombendrohung für Flugverbindung aus Tallinn nach Deutschland

Polizeieinsatz am Flughafen Lennar MeriPolizeieinsatz am Flughafen Lennar MeriIn der Nacht des 25. Juli hat eine unbekannte Person per Telefon auf Englisch eine Bombendrohung für eine Flugverbindung aus Tallinn nach Deutschland angekündigt. Der Anschlag soll ihm zufolge binnen einer Woche statt finden. Der Anrufer rief sowohl beim Airport als auch bei der Sicherheitspolizei (Kaitsepolitsei) an und behauptete, er stehe in Verbindung mit der islamischen Terrormiliz Daesh. Weitere Einzelheiten nannte er nicht. Bisher hat Daesh seine Anschläge nicht im Vorfeld angekündigt. Dem Staatsanwaltschaft zufolge kam der Anruf aus Estland von einer estnischen Mobiltelefonnummer.

Die Polizei hat danach die Sicherheitsvorkehrungen am Flughafen Lennar Meri in der estnischen Hauptstadt erhöht und Ermittlungen gegen Unbekannt eingeleitet. Obwohl zur Zeit keine tatsächliche Gefahr besteht, wird die Drohung laut der leitenden Anklägerin Inna Ombler ernst genommen.

Info:

Die Bezeichnung „Daesh“ kam nach dem Attentaten in Paris auf, sie ist eigentlich aber eine, speziell von französischen Medien benutzte herabwürdigende Abkürzung für islamischer Terrormiliz IS oder ISIS: "Der Islamische Staat im Irak und der Levante" (arabisch: "Al-Daula al-Islamija fil-Irak wal-Scham"). Levante ist für das historische Syrien – heute die Staatsgebiete in Syrien, Libanon, Israel, Palästina-Region und Jordanien. Für IS ist der Name „Daesh“, der fast wie das arabische Wort „Dais“ (andere zu erdrücken) klingt, eine Beleidigung.

Ergänzung am 29. Juli 2016 :

Nach dem Bombenalarm geht die Suche nach dem Anrufen weiter. Gestern sagte der Innenminister Hanno Pevkur der estnischen Medien zufolge, dass „alles in unserer Macht Stehende zu tun, um die Person zu finden, die mit der Platzierung einer Bombe im einer der Flugzeuge aus Tallinn nach Deutschland gedroht hat“. Gleichzeitig wies Pevkur hin, dass der Anrufer seine Spuren gut verwischt hat.

Die erhöhte Sicherheitslage bleibt am Tallinner Flughafen Lennart Meri bis Montag (1. August) erhalten. Eine tatsächliche Gefahr bestehe aber laut den Behörden zur Zeit nicht. Zu Änderungen des Flugverkehrs ist es nicht gekommen. Die estnische Fluggesellschaft Nordica hat trotz des Bombenalarms an ihrem regulären Flugplan festgehalten. Die Passagiere müssen sich allerdings auf ausführlichere Sicherheitskontrollen einstellen.

Foto: TV3 - Screenshot

 

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