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Eston Kohver wurde gegen Alexei Dressen ausgetauscht

Präsident Toomas Hendrik Ilves beim Treffen mit freigelassene Offizier Eston KohverPräsident Toomas Hendrik Ilves beim Treffen mit freigelassene Offizier Eston KohverDer Fall Eston Kohver erinnert an den Agentenaustausch während des Kalten Krieges. Nach seiner Verschleppung vom Territorium Estlands und Verurteilung zu 15 Jahre Arbeitslager durch ein russisches Gericht in Pskow (estnisch: Pihkva) war Russland bereit, den estnischen Sicherheitsbeamten Eston Kohver am 26. September gegen den in Estland verurteilten Spion Alexei Dressen auszutauschen. Dressen saß wegen den Landesverrat eine 16-jährige Freiheitsstrafe ab.

Die Austausch fand auf einer Brücke am Grenzfluss Piusa statt. Die Grenzstationen Kunitschina Gora und Koidula waren während des Austausches für die Fahrzeuge und Fußgänger gesperrt. Ungewöhnlich war, dass nur die russischen Medien bei der Austausch dabei sein durften.

Die Entführung von Kohver am 4. September 2014 hatte weltweit für Schlagzeilen gesorgt. Wie das offizielle Tallinn bekannt gab, wurde der Beamte des estnischen Verfassungsschutzes Kaitsepolitsei (KaPo) mit Waffengewalt von estnischen Territorium nach Russland verschleppt. Trotz internationaler Proteste wurde er dann später wegen Spionage verurteilt. Kohvers Anwalt Mark Feigin sagte, Grund für den Austausch seines Schützlings sei die Rede von Russlands Präsident Wladimir Putin bei der UN-Generalversammlung in New York gewesen. Feigin war der von der russischen Justiz benannte Pflichtverteidiger. Dementsprechend sollte man seine Aussage mit Vorsicht betrachten. Der Innenminister Estlands, Hanno Pevkur brachte vor, dass die Freilassung von Kohver das Ergebnis eines  langen Gedankenaustauschs sei. Als Gegenleistung verlangten die Russen, dass der in Estland verurteilte und inhaftierte russische Spion Dressen vom estnischen Präsidenten Toomas Hendrik Ilves begnadigt wird. Kohver wurde ebenso von Putin amnestiert.

Die estnische Außenministerin und frühere Botschafterin in Russland, Marina Kaljurand nannte die Freilassung Kohvers eine "gute Nachricht für Estland und ganz Europa".

Der Sicherheitsoffizier telefonierte gleich nach der Freilassung mit seiner Frau Marlis. Auf einer Pressekonferenz wirkte Kohver glücklich. Er bedankte sich für die Hilfe, die seiner Familie und ihm zuteil geworden sei. Nach einem Urlaub will er seinen regulären Dienst wieder aufnehmen.

Präsident Ilves traf den freigelassenen Kohver am 6. Oktober. Der Staatsoberhaupt brachte nach der Freilassung des Offiziers seine Freude zum Ausdruck und betonte, dass es das Ziel Estlands war, ihn zurück nach Hause zu holen.

Foto: © Präsidialamt Estlands

 

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