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Aufstand der Anständigen: Miteinander statt gegeneinander

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Polizeikette zwischen den DemonstationenPolizeikette zwischen den Demonstationen

Faktencheck

Die Demonstranten zeigten in Kandel auf Plakaten sechs Namen derer, die angeblich von Schutzsuchenden ermordet worden seien. Nach einem Faktencheck kann jedoch festgestellt werden, dass die Morde, bzw. Tötungsdelikte verschiedene Hintergründe haben. Heutzutage kann dank Internet Jeder überprüfen, ob die Behauptungen stimmen oder nicht. Offensichtlich sind viele Bürger einfach zu faul dazu, oder sie trauen nur der „Wahrheit“ gleichgesonnener Menschen in den sozialen Medien, die ihrem Weltbild entsprechen. Sie weigern sich, sich mit Fakten auseinanderzusetzen.

Vor dem Landgericht Münster stand im vergangenen Jahr ein abgelehnter Asylbewerber (28) aus Nigeria, dem der Mord an einer 22-Jährigen aus Ahaus (Nordrhein-Westfalen) vorgeworfen wurde. Er hatte mit der jungen Flüchtlingshelferin vor der Bluttat eine sexuelle Beziehung und verprügelte deswegen einen Mitbewohner in einem Asylheim. Der spätere Täter unterstellte diesem, mit seiner Ex-Freundin intim zu sein, so das Landgericht. Mitte Oktober wurde der Beschuldigte, der 2015 nach Deutschland gekommen war, wegen des tödlichen Messeangriffes zu 13 Jahren Haft verurteilt. Mordabsichten konnten ihm nicht nachgewiesen werden.Unbekanntes Frauenbündnis KandelUnbekanntes Frauenbündnis Kandel

Am 15. April 2017 war Melissa in Hannover (Niedersachsen) ermordet worden. Laut Anklage war Mullham der 27-Jährigen von der U-Bahn-Haltestelle gefolgt und hat sie kurz vor ihrer Haustür mit einem Messer angegriffen. Der aus Syrien stammende Student, der mit einem Studentenvisum nach Deutschland gekommen war, kannte sein Opfer nicht. Drei Tage später hatte er im Hannoverer Stadtteil Kleefeld in der Nähe des Studentenwohnheimes, in dem er wohnte, mit seinem Freund Yahia eine hitzige Auseinandersetzung. Der Streit eskalierte, Mullham tötete auch seinen Landsmann. Ein Gutachter stellte fest, dass der 25-Jährige nicht schuldfähig ist. Er wurde in die Psychiatrie angewiesen.

Ein weiterer Mord passierte im bayerischen Prien am Chiemsee. Farimah aus Afghanistan war einkaufen, als ihr Landsmann Hamidullah sie mit einem Messer vor den Augen ihrer Kinder tötete. Die Vierfachmutter soll ihn einige Zeit zuvor aufgefordert haben, zum Christentum zu konvertieren. Der Angeklagte war 2013 über die Balkan-Route nach München gekommen. Sein Vater sei wohlhabend, doch als Junge hatte er miterleben müssen, wie seine Mutter und Schwester getötet wurden. Später hatte der Knabe deren Mörder mit einem Metallrohr über den Kopf geschlagen. Damals war er nur 14 Jahre alt und hatte nach der Tat Probleme mit einem verfeindeten Stamm. Mamidullah ist ein abgelehnter Asylbewerber. Das Urteil wird am 9. Februar erwartet. Über den Gutachter hat der psychisch labile Beschuldigte um die Todesstrafe gebeten. Er wisse, dass er eine Sünde begangen habe.Plakate der GegendemonstrantenPlakate der Gegendemonstranten

Wer Niklas im früheren Bonner Diplomatenviertel Bad-Godesberg getötet hat, ist immer noch unklar. Der 17-jährige Schüler geriet im Mai 2016 nach einer Veranstaltung auf der Heimweg mit drei Männern in ein Wortgefecht, als dessen Folge er brutal zusammengeschlagen worden war. Niklas erlag eine Woche später im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen. Im Oktober 2016 wurde gegen zwei der mutmaßlichen Täter Anklage erhoben. Der Hauptbeschuldigte wurde später jedoch freigesprochen, ein anderer mutmaßlicher Täter rückte nun in den Fokus der Justiz. Die Staatsanwaltschaft kündigte an, die Akten und die komplette Hauptverhandlung im Hinblick auf neue Ermittlungsansätze auszuwerten. Sie gehe davon aus, dass viele Zeugen in dem Verfahren geschwiegen hätten, obwohl sie den Täter kennen würden. Erst wenn man es schaffe „irgendwie diese Phalanx aus Lügen und Schweigen zu durchbrechen“, könne man weiterkommen. Ebenso ist nicht geklärt, wer Mitte Oktober 2016 in Hamburg den 16-jährigen Victor tötete.

Am 26. Januar wurde in Lüne (Nordrhein-Westfahlen) ein 14-jähriger Schüler von seinem ein Jahr älteren Mitschüler getötet, weil er angeblich mit seinen Blicken die Mutter des späteren Täters provoziert haben soll. Der 15-Jährige wurde festgenommen und wird wegen Mordes angeklagt. Er ist in Deutschland geboren und hat sowohl die deutsche als auch die kasachische Staatsangehörigkeit.

Fotos: © Das Baltikum-Blatt / AWSiebert

 

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