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Mittsommer: Sigmar Gabriel zu Besuch in der finnischen Botschaft

Bundesaußenminister Sigmar GabrielBundesaußenminister Sigmar Gabrielvon Thomas Michael

Anlässlich des „juhannus“, des finnischen Mittsommerfestes, war Bundesaußenminister Sigmar Gabriel am 21. Juni Gast der finnischen Botschaft im Berlin. Zu dem Fest war auch Finnlands Premierminister Juha Sipilä (Keskustapuolue – Zentrumspartei) zugereist.

Sein Grußwort begann Gabriel mit der Erlärung, dass wegen des Abschlusses seiner persönlichen Finnland-Tage dieses Jahr für ihn etwas ganz Besonderes sei. In der Woche zuvor hatte er nämlich zusammen mit Finnlands Ex-Staatspräsident Martti Ahtisaari das Jahresforum der EU-Ostseestrategie eröffnet. Die Finnen könnten, so Gabriel, „auf einen wie Ahtisaari und sein beeindruckendes Lebenswerk als Friedensstifter“ stolz sein.

Finnland feiert das diesjährige „juhannus“ (Johannis), das als einer der höchsten Feiertage gilt, unter einem besonderen Stern, denn dieses Jahr jährt sich die Unabhängigkeit Finnlands zum hundersten Mal. Wenngleich der eigentliche Feiertag im Winter liegt (6. Dezember), haben die Finnen die Feier „einfach in den Sommer verlegt“, woran Gabriel den Pragmatismus der Finnen erkannte, den man auch hierzulande schätze. Deutschland, so Chefdiplomat, habe schließlich als eines der ersten Länder das unabhängige Finnland anerkannt. Zuvor hätten in Deutschland ausgebildete Jäger bei der Erlangung der Freiheit eine entscheidende Rolle gespielt.


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Als deutschen Beitrag zu dem großen Fest nannte Gabriel ein Konzert, das der Leipziger Kammerchor im Dom von Helsinki geben wird, ein von Deutschland gefördertes Straßenkunstprojekt und weitere gemeinsame Ausstellungen und Konzerte in Finnland. Dies sei nicht nur historisch, sondern auch heutzutage ein Zeichen hervorragender Beziehungen der beiden Länder.

Auch wirtschaftlich gibt es nach dem Bundesaußenminister Erfolge zu verzeichnen. 300 finnische Firmen haben in Deutschland Fuß gefasst, umgekehrt ebenso viele. Dazu kommen zahlreiche kleine, von Finnen zumeist in Berlin gegründete Start-up-Unternehmen.

Derzeit leben etwa 2000 Finnen in Spree-Metropole. Sie bereichern auch die Kunstszene der Stadt „und knüpfen so auch kulturelle Bande zwischen unseren Ländern. Schließlich ist Finnland politisch für Deutschland ein unverzichtbarer und verlässlicher Partner geworden“, so Gabriel in seinem Grußwort weiter. Wirtschaftlich hätten beide Länder Vieles gemeinsam, wobei er Binnenmarkt, Klimapolitik und Sicherheit als Beispiele nannte. Mit diesem Fundament lasse sich der Pfad der deutsch-finnischen Zusammenarbeit auch mindestens in den nächsten hundert Jahren gemeinsam gehen. Seine Rede beendete Gabriel mit den Worten: „Lassen Sie uns daran gemeinsam arbeiten – aber erst morgen wieder, denn heute wird gefeiert!“


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