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Bundestagswahlen 2013: Christliche Mitte: "Homosex ist keine Liebe"

Symbolbild zur HomosexualitätDer Bundeswahlausschuss hat insgesamt 18 "nicht etablierte" Parteien den Antritt bei der Bundestagswahl am 22. September 2013 erlaubt – eine davon ist die "Christliche Mitte" (CM). Von einer am rechten Rand des Katholizismus agierenden Mini-Partei, die "für ein Deutschland nach Gottes Geboten" kämpft, war jetzt scharfe Hetze gegen Schwule und Lesben festzustellen.

Eine Gefahr für die Demokratie ist die 1988 gegründete Christliche Mitte jedoch nicht, stellt Queer.de fest. Bei der Bundestagswahl vor vier Jahren machten lediglich 6.826 Bundesbürger ihrer Kreuzchen bei der Fundamentalistentruppe – das entspricht einem Stimmenanteil von 0,02 Prozent. Queer.de hat trotzdem eine Strafanzeige gegen die CM-Bundesvorsitzende Adelgunde Mertensacker erstattet. Wer Homosexuelle pauschal für sechs Millionen Aids-Tote verantwortlich macht, Lesben und Schwule als kranke, egozentrische, sexsüchtige und unglückliche Menschen verunglimpft, erfüllt den Straftatbestand der Volksverhetzung und muss dafür zur Rechenschaft gezogen werden. Volksverhetzung wird in Deutschland mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren geahndet.

Quelle: Queer.de

Symbolfoto: Das Baltikum-Blatt / AWSiebert

Info:
Die Partei "CHRISTLICHE MITTE - Für ein Deutschland nach GOTTES Geboten" wurde 1988 gegründet. Für die Mitgliederzahl gibt es keine Angaben. Die Bundeszentrale für politische Bildung stuft CM als christlich-fundamentalistische Partei ein.
Partei-Profil www.bpb.de

Adelgunde Mertensacker (Jahrgang 1940) war Universitätsprofessorin für Musikerziehung in Dortmund. Heute tritt sie als Vorsitzende der religiös-konservativen Kleinpartei „Christliche Mitte“ und Präsidentin der „Internationalen Widerstandsbewegung Antiislam“ sowie durch mehrere von ihr ins Leben gerufene Hilfswerke in Erscheinung.

Adelgunde Mertensacker ist römisch-katholisch. Sie ist verheiratet mit Werner Mertensacker und hat drei Adoptivsöhne. 1985 wurde sie nach Protesten von Studierenden aus dem Hochschuldienst entlassen. Die Professur für Musikerziehung an der Musikhochschule Westfalen-Lippe (Institut Dortmund) wurde ihr jedoch nicht entzogen. (Quelle: Wikipedia)

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