Google+
Werbung


Lettland feiert sich selbst und seine Geschichte

Das Kulturhauptstadtjahr 2014 hat in Riga mit einer Reihe von Highlights begonnen. Die lettische Hauptstadt zeigt sich mit ihrem ganzen Charme und gibt sich selbstbewusst. Die eisigen Wintertemperaturen hindern die Einheimischen nicht daran, die Veranstaltungen im Freien zu genießen.

Die Altstadt von Riga Die Altstadt von Riga - Reiche europäische Kulturgeschichte und ein Drama als ehemalige Sowjet-Republik. Der Freiheitsdrang der stolzen Bevölkerung siegte. Die baltischen Staaten haben sich sehr gut entwickelt und zählen zu Top-Reisedestinationen - Litauen und Lettland auch zu den Top 10 als ethische Destinationen.

"Riga war immer schon eine Kulturhauptstadt - altehrwürdig und jugendlich zugleich", meint Anna Muhta vom Pressebüro Riga2014 gegenüber pressetext. In diesem Jahr gehe es auch darum, die Identität des jungen Staates hervorzuheben. "2014 ist ein sehr spannendes Jahr: Wir haben seit dem 1. Januar den Euro und feiern auch die zehnjährige Mitgliedschaft bei der EU. Zusätzlich dazu sind wir mit der schwedischen Stadt Umeå europäische Kultur-hauptstadt."

Rigas kreatives Energiefeld
Die Suche nach der eigenen Identität ist ein ganz großes Thema, bestätigt auch ein lettischer Journalist, der nicht genannt werden wollte. Die Jahrzehntelange sowjetische Besatzung hat ihre Spuren hinterlassen, doch die lettische Tradition und die Sprache wurden beibehalten. "Riga war immer schon eine Stadt mit einem guten Energiefeld für Kunst und Kultur - und diese könne man in diesem Jahr anhand zahlreicher Beispiele deutlich zeigen", ergänzt Muhta.

Spektakulär ist die Kulisse jenseits des Daugava-Flusses, wo die neue National-Bibliothek - exakt 2014 Meter von der alten entfernt - jetzt ihre Pforten geöffnet hat. Es sei höchste Zeit gewesen, meinte eine Bibliothek-Sprecherin. Das erste Buch, das von einer Menschenkette zum neuen Standort gereicht wurde, ist eine Bibel aus dem Besitz des deutsch-baltischen Adelsgeschlechts von der Wenge Lambsdorff. Graf Lambsdorff, ehemaliger deutscher Botschafter in Riga und Bruder des verstorbenen FDP-Vorsitzenden Otto Graf Lambsdorff, spendete das Buch für die symbolische Eröffnung der neuen Nationalbibliothek.

Touristischer Aufschwung in Riga
In Riga entstehen immer noch neue Hotels, denn der Nachholbedarf ist groß. "Wir errichten gerade zwei neue Häuser im 4-Sterne-Bereich, obwohl unsere Gruppe bereits fünf Hotels in Riga betreibt", so Wellton-Manager Ivo Jevstignejevs http://wellton.com im pressetext-Interview. Bis 2015 werde es zu einem weiteren Ausbau der Hotelinfrastruktur kommen.

Jevstignejevs sieht den Markt bis 2015 gesättigt und baut derzeit zwei unterschiedliche Hoteltypen: "Wir haben mit dem neuen Wellton-Centre-Hotel ein Haus errichtet, das im Zentrum der Altstadt einen Spa-Bereich bietet. Die anderen Hotels richten sich mit großen konferenzräumen eher an Geschäftsreisende."

Besinnung auf eigene Tradition
Auch in Sachen Kulinarik gibt es in Riga viel aufzuholen, wie Gastronomen das übereinstimmend feststellen. Die traditionelle bäuerlich-rustikale Küche mit Feldgemüse, Schweinefleich und Süßwasserfischen steht in der sehr erfolgreichen Lido-Restaurantgruppe http://lido.lv im Vordergrund. Dort lautet die Devise: Hausmannskost auf hohem Niveau zu guten Preisen, wie Antra Bergmane, Direktorin des Lido Recreation Centre, erklärt.

Auch Starköche wie Valter Zirdziws vom Vatera Restorans http://valterarestorans.lv geht es primär um die Nähe zu landeseigenen Produkten. "Ich habe eine kleine Karte, die alle paar Wochen wechselt, biete dafür aber ausschließlich saisonale Produkte aus unserem Land an", erklärt Zirdziws. Die Hälfte seiner Arbeitszeit geht für die Suche nach den passenden Zutaten bei lokalen Bauern drauf.

Foto: © Wolfgang Weitlaner / pressetext

 

Folgen Sie uns auch auf Facebook und Twitter ,um immer auf dem Laufenden über Nachrichten aus aller Welt zu bleiben.



Werbung
Werbung
y