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„Fake-News“ über eine Vergewaltigung in Litauen kommen offensichtlich aus Russland

Logo der BunderwehrDie russischen Medien haben vor einem Jahr den Vergewaltigungsfall „Lisa“ erfunden und in die Welt gesetzt. Das aus Russland stammende 13 Jahre alte Mädchen sei, so die Promoterjournalisten des Kremlchefs Wladimir Putin, von mehreren Flüchtlingen in Deutschland sexuell missbraucht worden. Obwohl die Staatsanwaltschaft Berlin die Meldung mehrfach überzeugend dementierte und bekannt gab, dass es nachgewiesen sei, dass die Schülerin sich nur wegen schulischer Probleme bei einem Freund versteckt hatte, ging die Verleumdungskampagne munter weiter. Sogar Russlands Chefdiplomat Sergei Lawrow setzte sich öffentlich für „unser armes vergewaltigtes Mädchen“ ein und löste damit einen diplomatischen Eklat aus. Er, seit 2004 Außenminister von Putins Gnade, beherrscht die sowjetische Desinformationsrhetorik perfekt. Der Berufsdiplomat der sowjetischen Schule war sich nicht zu schade, ein minderjähriges „eigenes“ Kind für die politischen Zwecke Moskaus zu missbrauchen, Das Baltikum-Blatt berichtete

Nun sind vor kurzem in Litauen stationierte Soldaten der Bundeswehr Opfer einer „Fake-News“-Kampagne geworden. Dies bestätigte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Berlin am Donnerstag 16. Februar der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Den Medienberichten zufolge wurden am 14. Februar offenbar in aus Russland gesendeten E-Mails an Politiker und Medien Gerüchte verbreitet, die deutschen Soldaten hätten in der Stadt Jonava, 30 Kilometer nordöstlich der zweitgrößten litauischen Stadt Kaunas und unweit des Militärstützpunktes Rukla, eine Minderjährige vergewaltigt. Ein NATO-Diplomat sprach laut Spiegel-Online von einer Provokation der Russen, die auf die temporäre Truppenstationierung an der Ostgrenze der westlichen Militärallianz mit „Fake-News“ (Falschmeldungen) reagieren.

Eine Untersuchung der litauischen Behörden kam zu dem Ergebnis, dass es nie einen Fall sexuellen Missbrauches gegeben habe. Ermittlungen wegen Verbreitung falscher Informationen wurden eingeleitet.

Ein symbolischer Militäreinsatz kam zustande, nachdem die östlichen NATO-Mitglieder, darunter Estland, Lettland und Litauen, ihre Sorge darüber äußerten, dass Russland nach den bewaffneten Aktivitäten in der Ost-Ukraine und der Annektion der Schwarzmeer-Halbinsel Krim auch ihre Staaten anzugreifen versucht. Als Folge dieser Aktivitäten hat auch die Bundeswehr im Rahmen des Präsenz-Projektes "Enhanced Forward Presence" Anfang Februar 450 Soldaten des Panzergrenadierbataillons 122 mit 20 Panzern in das größte baltische Land zum Zweck der Abschreckung Russlands stationiert. Insgesamt werden in Rukla 1000 Soldaten am NATO-Abschreckungseinsatz teilnehmen.

In den Nachrichtensendungen erklärte NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg, dass es gerade in diesen Zeiten sehr wichtig sei, Meldungen auf ihren Wahrheitsgehalt hin zu kontrollieren. Es habe bereits mehrere Versuche der Desinformation gegen die Militärallianz gegeben. „Was die NATO tun kann, ist, stets wachsam zu sein“, betonte Stoltenberg. „Wir werden auf Propaganda nie mit Propaganda antworten. Wir werden auf Propaganda mit Fakten antworten, weil wir der festen Überzeugung sind, dass die Wahrheit langfristig über die Propaganda siegen wird.“ (asie/tmich)

Quellen: Der Spiegel, ARD, Delfi

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