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Litauen auf russische Invasion vorbereitet

Cover des Buches zur SelbstverteidigungAm 28. Oktober stellte das litauische Ministerium für Nationale Verteidigung die dritte Auflage des Heftes vor, das Zivilisten helfen soll, sich im Falle eines Angriffes zu verteidigen. Die erste Auflage über zivilen Widerstand wurde nach der Annektion der zur Ukraine gehörenden Schwarzmeer-Halbinsel Krim durch Russland 2014 herausgegeben. In dem neuen 75-seitigen Selbstverteidigungsführer wird das Thema „Wie ist es möglich, sich im Falle eines Angriffes selbst aktiv zu verteidigen?“ vertieft. In dem aktualisierten Heft mit einer Auflage von 30.000 Exemplaren an die drei Millionen Einwohner Litauens werden zudem Kriegsgeräte unter der Motto „wie erkenne ich die russischen Panzer?“ vorgestellt und Tipps zum Anlegen von Lebensmittelvorräten gegeben. Auch finden sich in dem Heft Anleitungen zu Erster Hilfe. Das Büchlein wird in der Schulen, Universitäten und Bibliotheken verteilt und ist auch online herunterzuladen.

Die litauische Regierung hat zudem eine Telefon-Hotline für anonyme Hinweise über eventuelle russische Spione eingerichtet. «Jeder unserer Bürger kann Ziel von Spionage werden», sagte der Chef des Nachrichtendienstes in Litauen Darium Jauniškis dem britischen Sender BBC zufolge.

Litauen, schon während des Zweiten Weltkrieges von damaligen Sowjetunion besetzt konnte seine Unabhängigkeit 1991 wiederherstellen. Das größte baltische Land grenzt an die russische Enklave Kalingrad (ehemals Königsberg). Seit kurzem hat Russland seine Militärpräsenz im strategisch wichtigen Bereich an der Ostsee deutlich verstärkt, unter anderem mit einem atomwaffenfähigen Kurzstreckenraketen-System Typs Iskander. (asie/tmich)

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