Google+
Diese Website selbst verwendet Cookies nur zur Funktionaltät. Die Cookies der
Werbepartner können werberelevante Informationen sammeln und weiterleiten.

Werbung


Die Redaktion des Baltikum-Blattes wünscht allen Leserinnen und Lesern frohe Osterfeiertage


Baltische Staaten beobachten Ausweitung der militärischen Aktivitäten Russlands

Raketensystem IskanderRaketensystem IskanderSchon seit einiger Zeit beobachten Estland, Lettland und Litauen den deutlichen Zuwachs der militärischen Aktivitäten Russlands in der Region. Darüber berichtet der Sprecher des lettischen Verteidigungsministeriums, Kaspars Galkins.

Am Freitag 7. Oktober haben im weißrussischen Brest (früher Brest-Litowsk) an der Grenze zu Polen die gemeinsamen Militärübungen der weißrussischen Spezialeinheiten und russischen Luftlandetruppen begonnen. Daran nehmen über tausend Soldaten teil.

Darüberhinaus führt im russischen Pskow (estnisch Pihkva), unweit der Grenze zu Estland, die dort stationierte 76. luftgestützte Division gemeinsam mit der 98. Garde- Luftlandedivision aus Iwanowsk mit allen Waffengattungen Militärübungen durch. Der Kommandant der 76. Division Generalmajor Alexei Naumetz erklärte, dass der Division zehn Kampfpanzer zur Verfügung stehen, und zum ersten Mal gehöre zu der Truppen auch eine formierte Panzerkompanie. Naumetz steht auf der Sanktionsliste der Europäischen Union, die nach der Annektion der Halbinsel Krim im Schwarzen Meer 2014 erstellt wurde.

Auch wurden aus der russischen Stadt Kursk, unweit der Ukraine, mehrere Kampfflugzeuge des Typs MIG-29 nach Kaliningrad (früher Königsberg) verlegt, um dort Schlussexamen der Militärakademie durchzuführen. Zudem wurden direkt an der Außengrenze der Europäischen Union (EU) atomwaffenfähige Kurzstreckenraketen des Typs Iskander auf ein Schiff verlegt; die Reichweite der Raketen wird mit bis zu 700 Kilometer angegeben. Modifizierte russische Raketen könnten somit von Kaliningrad aus auch Berlin erreichen, betonte der litauische Außenminister Linas Linkevičius. Die russische Enklave befindet sich an der Ostsee, direkt an der Grenze zu Polen und Litauen. Neben den baltischen Staaten bezeichnet auch Polen die russischen Aktivitäten als „alarmierend“. Das Verteidigungsministerium in Moskau versteht die Sorgen dagegen nicht. Dem Pressesprecher zufolge waren die „Iskander“-Raketen schon mehrfach zu Übungszwecken in die russische Ostsee-Enklave verlegt worden.

Im westlichen Militärbezirk Russlands werden neuerlich Trainingseinheiten der Raketen- und Artillerietruppen abgehalten. Daran nehmen die Brigaden Nummer 26 aus Luga (139 Kilometer südlich von Sankt Petersburg) und Nummer 112 aus Iwanowo (250 Kilometer nordöstlich von Moskau) teil. Geübt wird auch hier unter anderem am Kurzstreckenraketensystem Iskander M/K, das auch Atomwaffen transportieren kann.

In der Nähe der russisch-lettischen Grenze wurden zudem mehrere russische Militärflieger beobachtet, darunter Zerstörer des Typs Su-27, Bomber des Typs Su-24 und Transportmaschinen des Typs An-26. (Aino Siebert / Bearbeitung: Thomas Michael)

Foto: © Wikimedia CC BY-SA 3.0

Folgen Sie uns auch auf Facebook und Twitter ,um immer auf dem Laufenden über Nachrichten aus aller Welt zu bleiben.



Werbung

Werbung