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Weißrussland: Angeblicher ukrainischer Spion festgenommen

Logo des weißrussischen KGBLogo des weißrussischen KGBDas weißrussische Komitee für Sicherheit KGB teilte am 20. November mit, dass der Korrespondent des ukrainischen Rundfunkes, Pavlo Sharoyko, am 25. Oktober festgenommen wurde. Die politische Polizei beschuldigt den Journalisten, ein Offizier des ukrainischen Militärgeheimdienstes zu sein. Auch Radio Free Europe berichtet über die Festnahme.

Sharoyko soll in Belarus ein Netzwerk von Agenten aufgebaut haben, die für ihn gegen Zahlungen „Informationen über den Zustand in Weißrussland im militärisch-politischen Bereich“ gesammelt haben. Angeblich habe er schon gestanden, Oberst der ukrainischen Militärgeheimdienstes zu sein, gab der KGB-Mitarbeiter Dmitri Pobjarschin in Minsk bekannt. Ein weißrussischer Zeuge habe zudem zu Protokoll gegeben, dass er bei der Informationsübergabe anwesend war.

Sharoykos Führungsoffizier soll ein ukrainischer Diplomat in Minsk, Ihor Skvortsov, gewesen sein. Er habe Weißrussland schon verlassen und war von den weißrussischen Behörden zur „unerwünschten Person“ erklärt worden. Der ukrainische Botschafter in Minsk, Ihor Kyzym, wies die Anschuldigungen zurück. Kiew gab bekannt, dass Shoroyko zwar der Presseabteilung des Verteidigungsministeriums angehört, doch schon 2009 wegen seines Gesundheitszustandes um seine Entlassung gebeten habe.

Es wird angenommen, dass die Festnahme des ukrainischen Reporters auf falschen Informationen aus dem russischen Geheimdienst FSB (Föderaler Dienst für Sicherheit der Russischen Föderation) beruht. Seit dem Krieg in der Ost-Ukraine und der Annexion der zur Ukraine gehörenden Schwarzmeer-Halbinsel Krim durch Russland hat Moskau großes Interesse daran, Kiew zu diskreditieren und die Ukraine zu destabilisieren.

Der weißrussische KGB (Komitee für Staatssicherheit) ist 1991 aus dem KGB der Belarussischen Sozialistischen Sowjetrepublik (BSSR) entstanden, hat aber im Gegensatz zum parallel entwickelten FSB (Inlandsgeheimdienst) in Russland den aus der Sowjetzeit stammenden Namen KGB behalten.

In Minsk regiert seit 1994 mit harter Hand Aljaksandr Lukaschenko, der der letzte Diktator Europas genannt wird.

Foto: Wikipedia

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