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EU

Italiener demonstrieren für Homoehe

 

Toleranzfarben - Symbolbild Bei Großdemonstrationen in Italien haben tausende Menschen in 80 italienischen Städten für die Einführung eingetragener Lebenspartnerschaften für Lesben und Schwulen demonstriert. Die katholische Republik ist der einzige Großstaat in West-Europa, in dem es keine gesetzliche Regelung für homosexuelle Partnerschaften gibt. Mit ihrem Protest unterstützten die Kundgebungsteilnehmer eine Gesetzesvorlage, die nächste Woche im Senat erstmals debattiert wird. Das neue Gesetz soll bewirken, dass die Menschen ihre gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften standesamtlich registrieren und die gleichen Rechte wie heterosexuelle Ehepaare bekommen können. Nach dem Gesetzesentwurf sollen Homosexuelle den Familiennamen des eingetragenen Partners übernehmen und dessen leibliche Kinder annehmen können. Nach dem Tod des Lebenspartners wird eine Rente für Hinterbliebene ausbezahlt. Die Lebenspartnerschaften werden allerdings nicht mit der Ehe gleichgestellt.

Katholische Verbände haben am 30. Januar in der Hauptstadt Rom zu einer Gegendemonstration aufgerufen. Sie möchten die traditionelle Ehe zwischen Mann und Frau verteidigen. Auch Ministerpräsident Matteo Renzi (Sozialdemokrat) wird es im Senat nicht leicht haben, denn 30 katholische Senatoren seiner Partei unterstützen ihn nicht, sondern haben eine Revision beantragt. Die Gesetzesgegner wollen vor allem nicht, dass beim Erbrecht oder bei den Rentenansprüchen die Zivillebensgemeinschaft ausdrücklich mit der Ehe gleichgestellt wird.

Zu den eingetragenen Partnerschaften hatte am 22. Januar auch Papst Franziskus Stellung bezogen. Das Kirchenoberhaupt hatte in einer vom Vatikan veröffentlichten Rede an die Richter des Kirchengerichtshofes "Rota Romana" klar vor einer Gleichstellung der traditionellen, auf der Ehe aufgebauten Familie mit anderen Formen von Partnerschaften gewarnt. (asie/tmich)

Symbolfoto: Das Baltikum-Blatt / AWSiebert

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