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Die Redaktion des Baltikum-Blattes wünscht allen Leserinnen und Lesern frohe Osterfeiertage


Finnland: Hacker legen Heizanlagen lahm

Lappeenranta in finnischen SüdkarelienLappeenranta in finnischen SüdkarelienVon Thomas Michael, Stuttgart

Einem Bericht des Spiegel Online zufolge haben noch nicht identifizierte Internethacker in mindestens zwei Wohnblocks der ostfinnischen Stadt Lappeenranta, unmittelbar nahe der Grenze zu Russland, die Heizanlagen lahmgelegt. Die Online-Ausgabe des deutschen politischen Magazines Der Spiegel beruft sich auf Berichte im Nachrichtenblog metropolitan.fi und in der finnischen Zeitung Etelä-Saimaa.

Die computergesteuerten Anlagen haben Internetzugang und wurden aus der Ferne durch sogenannte DDoS-Angriffe (Distributed Denial of Service) außer Betrieb gesetzt. Die örtliche Hausverwaltung habe die Angriffe bestätigt.

Mit DDoS-Angriffen werden Rechner oder computergesteuerte Anlagen mit Internetzugang derart mit Daten bombardiert, dass sie diese nicht mehr verarbeiten können, sich selbst herunterfahren und einen Neustart versuchen. Kaum sind sie wieder hochgefahren, startet der Cyberangriff von neuem. Irgendwann „kapitulieren“ die Rechner und schalten zum Beispiel die Heizanlagen ab.

DDoS-Angriffe werden vielfach mit einem sogenannten Botnet durchgeführt. Ohne Wissen der Besitzer werden mit Hilfe Trojaner oder Phishing-Webseiten in deren Computer-Schadprogramme eingeschleust, welche die Rechner untereinander vernetzen und einem Zentralrechner unterwerfen, von dem aus sie dann ferngesteuert werden können. Diese Vielzahl gleichzeitig agierender Computer bewirkt dann die Überlastung der angegriffenen Systeme mit Anfragen.

Als Rettungsmaßnahme wurde im aktuellen Fall der Datenfluss eingeschränkt, sodass die Computer wieder hochfahren und ordnungsgemäß arbeiten konnten.

Experten befürchten, dass die bisherigen Angriffe den noch nicht festgestellten Tätern nur dazu dienen, das sogenannte Mirai-Botnet zu erproben, um dann einen Großangriff auf ans Internet angeschlossene Netzwerke durchzuführen. In der Vergangenheit seien die Internetseite des Sicherheitsexperten Brian Krebs Ziel und der DNS-Dienstleister Dyn lahmgelegt worden. An Letzterem hängen dem Spiegel Online zufolge unter anderem Twitter, Netflix, PayPal, Spotify und Amazon in Teilen Europas und Japans sowie in den USA.

Quelle: Spiegel Online

Foto: © Clemensfranz / Wikimedia

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