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Finnland: Im Kernkraftwerk Olkiluoto radioaktives Leck aufgedeckt

Kernkraftwerk OlkiluotoKernkraftwerk OlkiluotoIn finnischen Kernkraftwerk Olkiluoto auf der gleichnamigen Halbinsel an der Westküste des Landes, rund 25 Kilometer nördlich der Stadt Rauma, wurde Medienberichten zufolge ein radioaktives Leck entdeckt. Dort befinden sich zwei Siedewasserreaktoren (Leichtwasser-Kernreaktoren zur Wärmeerzeugung in Kraftwerken, bei denen Wasser als Moderator und Kühlmittel dient) des Typs BWR-2500 mit einer Nettoleistung von 15 Terawattstunden Energie.

Ein dritter Block vom Typ EPR mit einem 1600 Megawatt starken Reaktor wird in Olkiluoto von der französischen Firma Areva gebaut. Das weltgrößte Atomkraftwerk sollte nach erheblichen Verzögerungen im Jahr 2018 ins Betrieb genommen werden. 2013 wurde festgestellt, das sich die Baukosten von ursprünglich drei auf acht Milliarden Euro fast verdreifacht haben. Im Sommer des gleichen Jahres wurde berichtet, dass dieses unrentable französische Bauwerk den Planern schwer zu schaffen macht und Abschreibungen und Wertberichtigungen nach sich zieht.

Der Betreiber ist die Gesellschaft Teollisuuden Voima OyJ (TVO). Über Störfälle an diesem Standort ist kaum etwas in der Öffentlichkeit bekannt, lediglich am 7. Juni 2007 wurde ein Reaktor wegen eines Brandes, der von Mitarbeitern gelöscht werden konnte, automatisch abgeschaltet. Dem Stresstest der Europäischen Union (EU) zufolge gilt jedoch neben anderen skandinavischen Atomkraftwerken auch Olkilouoto als besorgniserregend.

Eine Woche abgeschaltet

Der erste Reaktor in Olkiluoto soll nun für eine Woche abgeschaltet bleiben, weil in den Brennelementen fehlerhafte Brennstäbe entdeckt wurden. Diese Schäden sind seit der Fertigstellung des Reaktors im Jahr 1978 schon rund vierzig mal aufgetreten. Schuld sei nicht der Hersteller der Brennstäbe, vielmehr entstehen die Schäden beim Produktionsprozess. In einem Reaktor sind 500 Brennelemente, jedes davon enthält hundert Brennstäbe mit dem eigentlichen Kernbrennstoff, insgesamt 90 Tonnen Uran. Jährlich werden 25 Prozent der Brennstäbe ausgewechselt. Der finnischen Tageszeitung Helsingin Sanomat zufolge besteht durch das nukleare Leck keine Gefahr für die Arbeiter oder die Umwelt. (asie/tmich)

Foto: Wikimedia

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