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Papst lässt Frauen zur Zeremonie des Fußwaschens zu

Die Fußwaschung und das letzte Abendmahl - Altarretabel des Sieneser Domes - Museo dell'Opera del Duomo Die Fußwaschung und das letzte Abendmahl - Altarretabel des Sieneser Domes - Museo dell'Opera del Duomo Papst Franziskus hat ein altes gottesdienstliches Brauchtum der katholischen Kirche für Frauen erlaubt: Sie können ab sofort während der Abendmahlsmesse am Gründonnerstag an der Zeremonie des Fußwaschens teilnehmen. An diesem Tag gedenken die katholischen Gotteshäuser des letzten Abendmahls Jesu mit den zwölf Aposteln am Vorabend seiner Kreuzigung. Der symbolische Akt ist ein Zeichen der Ergebenheit und des gegenseitigen Dienens.

Auf Antrag des Heiligen Vaters wurde am 21. Januar ein Erlass der vatikanischen Gottesdienstkongregation verkündet, wonach Bischöfe nicht nur Männern und Jungen die Füße waschen dürfen. Damit solle „die volle Bedeutung“ der Handlung unterstrichen werden, die Jesus beim Abendmahl an seinen Jüngern ausgeführt habe, so das Kirchenoberhaupt.

Wer an diesem Ritual teilnehmen wird, wird von der Hirten „unter allen Mitgliedern des Gottesvolkes“ bestimmt. Franziskus hatte bereits im vergangenen Jahr die Fußwaschung auch bei weiblichen Personen vollzogen. Nach dem Entsetzensschrei aus den konservativen Kreisen versicherte der Vatikan, es handele sich dabei um eine Ausnahme.

Papst Pius XII. hatte 1955 das Ritual gewünscht. Im 1970 in Kraft getretenen Römischen Messbuch sind an der Fußwaschung nur männliche Personen zugelassen. Bestätigt wurde das noch durch ein Rundschreiben der Gottesdienstkongregation „Über die Feier von Ostern und ihre Vorbereitung“ im Jahr 1988. Dennoch ist es, unter anderem auch in Deutschland, üblich, Frauen an der Fußwaschung teilnehmen zu lassen. Die Bischöfe entscheiden selbst, ob sie nur Priestern oder auch Laien die Füße waschen. (asie/tmich)

Foto: Quelle: Wikipedia

 

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