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Studie: Homophobie ist eine psychische Störung

Der katholischer Arzt Gero Winkelmann kämpft seit Jahren verbittert gegen die HomosexuelleDer katholischer Arzt Gero Winkelmann kämpft seit Jahren verbittert gegen die HomosexuelleWer Schwule und Lesben hasst, hat oft psychische Probleme, so das Ergebnis einer Untersuchung von italienischen Wissenschaftlern, berichtet Queer.de.

Eine neue Studie von Psychologen verschiedener italienischer Universitäten hat eine Verbindung zwischen Homophobie und Psychotizismus und anderen psychotischen Störungen festgestellt. Unter Psychotizismus verstehen die Wissenschaftler abgeschwächte Merkmale von Schizophrenie wie übersteigerter Egoismus, Gefühlskälte und Aggressivität. Die Studie wurde am Dienstag (8. September) im "Journal of Sexual Medicine" veröffentlicht.

Die Wissenschaftler haben insgesamt 560 Studenten zwischen 18 und 30 Jahren ausführlich nach ihrer psychologischen Gesundheit und dem Grad ihrer Homosexuellenfeindlichkeit befragt. Demnach ist Psychotizismus ein erheblicher Faktor für homophobe Einstellungen. Auch Menschen mit unreifen Abwehrmechanismen – also Personen, die Konflikte auf dem Niveau von Kindern lösen wollen – hassen eher Schwule und Lesben. Außerdem sei der Grad der Homophobie bei Männern weit größer als bei Frauen.

Im Gegensatz sind Menschen mit Depressionen und neurotischen Störungen eher weniger homophob als der Durchschnitt. "Nach jahrhundertelangen Diskussionen darüber, ob Homosexualität eine Krankheit ist, haben wir erstmals demonstriert, dass die echte Krankheit, die geheilt werden muss, Homophobie ist, die von potenziell gefährlichen psychopathologischen Problemen begleitet wird", erklärte Chefautor Dr. Emmanuele Jannini von der Universität Tor Vergata in Rom.

Die Studie ist die erste Untersuchung des Zusammenhangs von psychischen Störungen und Homophobie. Es gab allerdings bereits andere Untersuchungen zur Homosexuellenfeindlichkeit: So fanden amerikanische Forscher 2012 heraus, dass Menschen, die in einem autoritären, homofeindlichen Elternhaus aufgewachsen sind und selbst homosexuelle Gefühle hegen, im Erwachsenenalter eher Homo-Hasser werden. Eine weitere Studie kam zu dem Ergebnis, dass Gestank Menschen homophober macht.

www.queer.de

Foto: © Das Baltikum-Blatt / AWSiebert

 

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