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Unterschriftenübergabe gegen neues Tierversuchslabor in Berlin

Am 26. März überreicht der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche vor dem Roten Rathaus in Berlin gemeinsam mit den Tierversuchsgegnern Berlin und Brandenburg 38.000 Unterschriften gegen einen Laborneubau am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC). Unterstützt werden die Tierversuchsgegner von der Berliner Abgeordneten Claudia Hämmerling, die sich für eine ethische und moderne tierversuchsfreie Forschungspolitik stark macht.

Nach Recherchen der Ärztevereinigung ist das MDC schon jetzt Deutschlands größtes Tierversuchslabor. Es hat Kapazitäten für über 52.000 Mäuse und 2.000 Ratten. Mit dem 24 Millionen Euro teuren, aus öffentlichen Geldern finanzierten In-vivo-Pathophysiologie-Labor (IPL) entsteht in Berlin-Buch ein weiteres riesiges neues Tierversuchslabor. In den nächsten Jahren sind dort Versuche an durchschnittlich über 100.000 Tieren pro Jahr geplant.

Am MDC wird beispielsweise der Mechanismus des Juckreizes bei Mäusen und Nacktmullen untersucht. Den Tieren wird Histamin in die Haut zwischen den Schulterblättern gespritzt und beobachtet, wie oft sich die Tiere dort kratzen. Das Ergebnis der Studie ist, dass sich Mäuse nach Histamininjektion oft kratzen, Nacktmulle nicht.

„Wir Menschen sind die am höchsten entwickelte Spezies auf unserem Planeten. Daher tragen wir die Verantwortung für die Natur und alle Lebewesen. Wenn wir unsere Ressourcen einseitig für die Tierversuchsforschung einsetzen, ist das unethisch und führt in die Sackgasse, da Ergebnisse von Tierversuchen oft nicht auf den menschlichen Organismus übertragbar sind. Es gilt, die tierversuchsfreie Forschung zu fördern, um den Teufelskreis der Tierversuche zu durchbrechen“, erklärt die Berliner Abgeordnete Claudia Hämmerling.

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, lehnte es bereits im Vorfeld ab, sich seiner Verantwortung zu stellen und persönlich die Unterschriften der Bürger entgegenzunehmen, die von ihm eine klare Politik hin zu moderner, tierversuchsfreier Forschung fordern. Die Unterschriften werden von einer Vertreterin der Senatskanzlei des Bürgermeisters von Berlin entgegengenommen. Der Ärzteverein und die Tierversuchsgegner Berlin und Brandenburg kritisieren die Ignoranz gegenüber den Interessen von 38.000 Menschen. „Öffentliche Gelder dürfen nicht länger in eine ethisch inakzeptable und medizinisch unsinnige Forschung fließen. Eine tierversuchsfreie Forschung mit menschlichen Zellkulturen, Mikrochips und Bevölkerungsstudien muss ausgebaut werden, so wie es auch im Koalitionsvertrag des Landes Berlin vereinbart wurde, fordert Dr. med. vet. Corina Gericke, stellvertretende Vorsitzende der Ärzte gegen Tierversuche abschließend.

Weitere Informationen: www.aerzte-gegen-tierversuche.de

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