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Auf dem Weg zur Internationalen Grünen Woche 2014: Zehn Gründe, die für Estland sprechen

Moorlandschaft in EstlandMoorlandschaft in EstlandDer kleinste der baltischen Staaten, Estland ist Partnerland der Internationalen Grüne Woche 2014. Was macht dieses Land so attraktiv, dass die ganze Welt nach Estland schaut? Es gibt mehr als zehn Gründe, aber zu den wichtigsten gehören diese:

Die Sängerfeste
Wohl kein Volk in Europa singt so gerne und so viel wie die Esten. Da war es auch kein Wunder, dass der politische Umbruch zwischen 1987 und 1991 als singende, friedliche Revolution stattfand. – Bereits seit 1869 gibt es in Estland alle fünf Jahre die legendären Sängerfeste.

2014 ist es wieder soweit. Mehr als 30.000 Sänger kommen dann zusammen, singen in Gruppen oder auch alle gemeinsam – als der wohl größte Chor der Welt.

Pilz im MoorPilz im Moor

Wald und Wild
Die Hälfte Estlands besteht aus Wald. Es sind vor allem Fichten und Kiefern, die für die sprichwörtliche klare und saubere Luft in Estland sorgen. Weil den Esten der Erhalt ihrer intakten Natur so wichtig ist, leben in den Wäldern tausende Elche, Wildschweine, Rehe und sogar Wölfe und einige hundert Bären. – Gejagt wird nach klaren Vorgaben, denn Wildfleisch ist ein wichtiges Exportgut. Aber mit dem Fotoapparat darf man jederzeit auf die Pirsch gehen.

Sümpfe und Moore
Wo Wald und Wasser sind, gibt es auch Sümpfe und Moore. Sie beanspruchen ein Viertel des Landes, tragen zum ausgeglichenen Klima Estlands bei und bieten unzähligen Vogelarten eine Heimat. Viele Wanderwege führen zu Ausgucken, wo die Tiere beobachtet erden können – nicht nur für Ornithologen ein Erlebnis. Die Moore sind auch die Heimat der roten Moosbeeren, einer Art Preiselbeere. Sie begleitet Wildgerichte und ist auch als Marmelade ein weiterer estnischer Exportschlager.

Wacholderwiesen
Man nennt ihn auch „die Zypresse des Nordens“, denn Wacholder ist gerade im Westen Estlands und auf den mehr als tausend Inseln weit verbreitet. Dort, wo sannenartige Wiesenflächen dominieren, wird der Wacholder vielfältig genutzt. Aus den Beeren werden Säfte und Schnaps oder Mus als Brotaufstrich erzeugt, und aus dem Holz entstehen ungewöhnliche Haushaltsprodukte, wie Buttermesser oder Untersetzer, die schön durften, wenn man heiße Töpfe draufstellt.Frische Fische auf dem MarktFrische Fische auf dem Markt

Estnische Küche
Fisch und Fleisch, Quark und Käse sind die wohl facettenreichsten Bestandteile der estnischen Küche, die eine Mischung deutscher und russischer Elemente ist. Längst haben jedoch internationale Einflüsse Einzug gehalten. Gleichwohl sind geräucherter Fisch und Fleisch traditionelle Speisen, die auf keiner Speisenkarte fehlen, und die auch exportiert werden. Roggen ist einer der wichtigsten „Rohstoffe“ in der estnischen Küche – in verschiedenen Getränke- und Brotvariationen. Wer einmal estnisches Roggenbrot gegessen hat, wird auf dieses Geschmackserlebnis nicht mehr verzichten wollen.Beeren in Hülle und FülleBeeren in Hülle und Fülle

Steilufer und Sandstrände
Die Küstenlinie Estlands ist 3.800 Kilometer lang. Bei Ontika ragt ein imposantes Steilufer aus Kalkstein mehr als fünfzig Meter in die Höhe, während weiter östlich, bei Narva-Jõesuu, unmittelbar an der EU-Außengrenze zur Russland, breite Sandstrände Erholung bieten. Auch

die 1.500 Inseln Estlands sind mit ihren unterschiedlichen landschaftlichen Reizen beliebte Erholungsgebiete. Hiiumaa ist nach Saaremaa nur die zweitgrößte estnische Insel, aber immer so groß wie die Republik Malta.Eine Spezialität: Geräucherte SchollenEine Spezialität: Geräucherte Schollen

Kalksteinarchitektur
Wenn es in Estland schon viel Kalkstein gibt, liegt es nahe, dass er auch als vielseitiger Baustoff verwendet wird. Bereits im Mittelalter wurden Stadtmauern wie die der Landeshauptstadt Tallinn aus Kalkstein errichtet. Heute dient er sowohl für Industriegebäude wie der Salzkammer im Hafen oder für Luxus-Wohnungen, wie dem weithin sichtbaren Fahle-Haus am Flughafen.

Tallinn
Die Hauptstadt Estlands ist ein Kleinod im östlichen Teil der Ostsee. In Tallinn sind spätgotische Kirchen, Kaufmannshäuser aus dem 13. bis 17. Jahrhundert und das Rathaus aus dem 15. Jahrhundert gut erhalten. Sie bieten ein harmonisches Stadtbild, das Touristen anzieht.

Im deutschen Sprachraum wird Tallinn auch als „Reval“ bezeichnet, nach dem einstigen Bistum des dänischen Erzbischofs von Lund. Viele Kirchen verschiedener Glaubensrichtungen haben Tallinn auch den Ruf als europäische Hauptstadt der Türme eingebracht.Hochhaus in TallinnHochhaus in Tallinn 

Weiße Nächte
Es ist die Zeit, in der die Sonne nur kurz untergeht und die Nacht keine Chance hat, ihr Dunkel auszubreiten. Als „Weiße Nächte“ sind die Tage der Sommersonnenwende im Roman des russischen Schriftstellers Fjodor Dostojewski weltberühmt geworden. Sie können aber im gesamten Baltikum und in Skandinavien erlebt werden. Das Mitsommerfest „Jaanipäev“ hat in Estland eine lange Tradition, die mit Feuern am 23. Juni, dem Vorabend des Johannistages, gefeiert wird.

Sauna
Wer hat sie erfunden? Die Finnen? Die Esten? In beiden Ländern wird darüber gerne philosophiert – am liebsten in der Sauna. 800 Jahre reicht die estnische Saunatradition zurück. Sie umfasst alle Elemente: Wasser, Erde, Feuer und Luft. Zu einem Saunagang gehört das

Einmassieren mit Saunahonig und das Schlagen mit dem Badebesen, der häufig aus wohlriechenden Birkenzweigen beseht. Anders als in Deutschland, sind die Saunen in Estland Orte der Kommunikation. Estnische Saunen gibt es auch auf Flussbooten, in Bussen, Feuerwehrautos und anderen skurrilen Plätzen.

Fotos: © Das Baltikum-Blatt / AWSiebert

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