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Die Zeit: Die Bürger Estlands sind unzufrieden

Premierminister Andrus Ansip (liberale Reformpartei)Premierminister Andrus Ansip (liberale Reformpartei)Keine Gemeinde in Estland darf etwa mehr als 60 Prozent ihrer erwarteten Jahreseinkünfte ausgeben. Und auf nationaler Ebene darf die estnische Regierung nicht mehr als 20 Prozent der erwarteten Einkünfte in den Schuldendienst stecken, schreibt „Die Zeit“ am 26. Juli.

Offensichtlich greifen diese Regeln, denn gemessen an der Wirtschaftsleistung hatte Estland zuletzt gerade mal sechs Prozent staatliche Schulden. In Deutschland sind es 80, in Griechenland rund 160 Prozent.

Und trotzdem ist das keine Erfolgsstory, wie die estnische und europäische Politiker, aber auch westliche Journalisten versuchen es den Bürgern zu verkaufen. Kleine Staatsverschuldung bedeutet Leid der Menschen, vor allem für Senioren, kinderreiche Familien und Arbeitslose. Viele gut ausgebildete Esten haben das Land schon längst verlassen, viele spielen mit dem Auswanderungsgedanken. Estland blutet seit Jahren aus, die Politik ist dagegen machtlos.

Die estnische Geduld habe ihre Wurzeln vor allem in der Geschichte, sagt Kaja Tael, die Botschafterin Estlands in Berlin. "Wir sind nicht verwöhnt. Das Leben hat uns gelehrt, dass gute Zeiten hart verdient werden müssen", sagt Tael der Zeitung „Die Zeit“.

Das durchschnittliche Einkommen in Estland beträgt gerade einmal 800 Euro brutto im Monat, Rentner bekommen im Schnitt 320 Euro. Die Lebensmittelpreise sind aber noch deutlich höher als zum Beispiel in Deutschland. „Die Zeit“ zieht Facit: Die Bürger im Land sind unzufriedener als im Durchschnitt aller anderen Industriestaaten.

Den ganzen Artikel können Sie hier lesen.

Foto: © Das Baltikum-Blatt / AWSiebert

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