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Mutmaßlicher Spion in Estland verhaftet

Erneut wurde in Estland ein Spion festgenommen. Erst vor einem Jahr war der Agent der Sicherheitspolizei (Kaitsepolitsei / KaPo), Aleksei Dressen zu 16 Jahren Gefängnisstrafe wegen Verkauf der Geheimdaten dem russischen Geheimdienst FSB verurteilt worden. 2009 wurde der ehemalige Chef-Geheimnishüter im estnischen Verteidigungsministerium, Herman Simm, wegen Spionage für Russland zu zwölfeinhalb Jahren verurteilt.

Ehemalige KGB-Agent und pensionierte KaPo Mitarbeiter als Landesverräter
Ein ehemaliger KGB-Agent und KaPo-Mitarbeiter, der sich seit zwei Jahren im Ruhestand befindet, wurde am 7. August festgenommen. Vladimir Veitman wird Landesverrat vorgeworfen. Gestern wurde für den 63-jährigen von einem Gericht seine echsmonatige Untersuchungshaft angeordnet. Nach Angaben der estnischen Medien wird der geständige Veitman beschuldigt, einen ausländischen Nachrichtendienst, vermutlich russischen FSB mit vertraulichen Informationen beliefert zu haben. Der Este arbeitete 1980 bis 1991, zuletzt als Leiter der Operativtechnische Abteilung für die sowjetische Geheimpolizei KGB. Nach der Wiedererlangung der Souveränität, wechselte Veitmann zu estnische Sicherheitspolizei. Auf Landesverrat steht in Estland bis zu lebenslanger Haft.

Neue Generaldirektor der Sicherheitsbehörde, Arnold Sinisalu wollte auf einem Pressekonferenz noch keine Details zu Verhaftung von Veitman bekannt geben. Nur so viel, dass der Ex-Mitarbeiter schon seit mehrere Jahren wegen Spionageverdacht unter Beobachtung steht. Der Este mit einem Ingenieurdiplom, arbeitete bei der KaPo seit 20 Jahren als Technikexperte. Damit war er zuständig für alles, was mit dem Technologie zusammenhängt: Mikrofone, Kameras und andere Verfolgungs- und Abhörgeräte. Veitman hatte bei der estnische Sicherheitsbehörde jedoch keinen führenden Position im Inne.

Wie der KaPo-Leiter Sinisalu betonte, hatte die junge estnische Republik nach der Widerherstellung der Eigenständigkeit 1991 keinen Wahl gehabt: „Wir mussten auch ehemalige KGB-Mitarbeiter einstellen, denn wir hatten noch keine eigene Experten. Die Geheimdienste stehen oft vor der Auslese zwischen schlechten und sehr schlechten Mitarbeitern.“

Quelle: Eesti Päevaleht

 

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