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Estland: 13. Domus Revaliensis-Tage 2017

 

August von KotzebueAugust von KotzebueVon Babette von Sass, Tallinn

Wie in jedem Jahr begannen die Domus Revaliensis-Tage 2017 mit der Festveranstaltung am Freitag im Spiegelsaal der „Akademie der Wissenschaften“ auf dem Toompea (Domberg) in Tallinn, wo zwei hervorragende Vorträge über August von Kotzebue (1761-1819) die Zuhörer erfreuten. Er war ein deutscher Dramatiker, Schriftsteller und Librettist. In seinen letzten Lebensjahren war von Kotzebue als russischer Generalkonsul tätig. Seine Ermordung in Mannheim diente als Rechtfertigung der Karlsbader Beschlüsse.

Dr. Otto-Heinrich Elias, Deutschland sprach über den “Stellenwert August von Kotzebues in der estnischen und deutschen Literaturgeschichte“. Dr. Maris Saagpakk aus Estland berichtete über „August von Kotzebue und die Anfänge des estnischen Theaters“.

Viele Gäste aus Estland und Deutschland lauschten aufmerksam den sich gut ergänzenden Ausführungen beider Referenten. Besonderen Glanz brachte der deutsche Botschafter in Estland, Christoph Eichhorn, in die Veranstaltung. Er nahm teil und sprach freundliche Worte zu der versammelten Gesellschaft.

Am Samstag (2. September) fand die Kranzniederlegung am Denkmal für das Baltenregiment statt. Anschließend begaben sich die Teilnehmer erneut in den großen Saal der Akademie, um das Konzert zu genießen, das Alo Põldmäe mit erstklassigen Musikern Olga Voronowa (Violine), Diana Liiv (Klavier) sowie Iris Oja (Gesang) zusammengestellt hatte.

Gespielt wurden Stücke von estnischen und deutschbaltischen Komponisten.

Am Nachmittag besichtigte eine Gruppe von Teilnehmern die Niguliste-Kirche (Nikolai-Kirche) mit dem Totentanz von Bernt Notke und den vielen musealen Kostbarkeiten der deutschbaltischen-estnischen Geschichte.

Der Abend gehörte den geselligen Begegnungen. Bei einem Buffet, Wein und weiteren Getränken erfreute die Pianistin Tiiu Lell die Gäste mit wunderbarer Klaviermusik.

In der Heiliggeistkirche (Pühavaimukirik) gab Pastor Gustav Piir den Anwesenden am Sonntag (3. September) das Wort Gottes mit auf den Weg. Außerdem erklärte er die vielen historischen Kunstgegenstände im Gotteshaus, besonders den Altar von Bernt Notke (1435-1509). Notke war ein in Nordeuropa bekannter Lübecker Maler, wohl der bedeutendste im Ostseeraum des ausgehenden Mittelalters.

Den Abschluss der 13. Domus- Revaliensis-Tage 2017 bildete, wie in den Jahren zuvor, die Busfahrt durch das Land. Die Seminarteilnehmer besuchten das ehemalige Koppelmann-Gut von August von Kotzebue in damaligen Kirchspiel Kegel (Kõue) sowie zwei weitere Güter Meks (Ravila), Gut Neuhof (Uuemõisa) die Kirche in Kosch (Kose) mit der Grabstätte von Otto von Kotzebue und seiner Frau Amalie.

Die 13. Domus Revaliensis-Tage 2017 wurden gefördert vom Beauftragten der Bundesregierung Deutschland für Kultur und Medien.

Foto: © Wikipedia

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