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Estland: Tallinner Stadtmusikevent wird immer beliebter

Tallinner MusikfestivalTallinner MusikfestivalAm 1. Juli übernimmt Estland die Ratspräsidentschaft der Europäischen Union (EU). Eigentlich wäre das kleinste baltische Land erst Anfang 2018 an der Reihe gewesen. Doch nun übernehmen die Esten die Führung anstelle der Briten, die aus der europäischen Gemeinschaft austreten wollen. Wegen der bevorstehenden Verhandlungen über den Austritt des Vereinigten Königreiches aus der EU, genannt Brexit, verzichtete das Land auf die geplante Position.

Schon zum neunten Mal in Folge fand in der estnischen Hauptstadt im Frühjahr die Tallinner Musikwoche statt. In diesem Jahr stand das Festival im Zeichen der bevorstehenden Ratspräsidentschaft und hat sich dementsprechend mit der Einführung des sogenannten „Digital Single Market“ beschäftigt.

Staatspräsidentin Kersti Kaljulaid: „Die digitale Gesellschaft existiert in Estland seit langem. Wir wünschen uns, dass der Rest Europas und der Welt auch endlich einsteigt. Regeln, Gesetze und Gepflogenheiten, die in der realen Welt greifen, können in der digitalen Welt ebenso gelten. Und genau damit werden wir uns während unseres Ratsvorsitzes befassen.“

Was zunächst als Talentsuche der Musikindustrie vorgesehen war, hat sich durch die Jahre zu einem Volksfestival ausgewachsen, in dem Kunst, Design, Technologie, Stadträume, Esskultur und unterschiedliche politisch-gesellschaftliche Themen angeboten werden. Das Tallinner Musikfestival ist zudem weltweit das einzige Kulturereignis, an dem alle Musikrichtungen präsent sind.

237 Musiker alleine aus dem Ausland

Im diesem Jahr bekamen die Organisatoren 1470 Anträge aus dem Ausland. Auftreten durften an den fast 30 Konzertorten letztendlich 237 Musiker aus 33 Ländern, dazu kamen 114 aus Estland. Darunter waren die kasachische Geigerin Aisha Orazbajewa, die in London lebt, aus Finnland war der Sänger Aapo-Tapani Kilpelä (Bass) zugereist, die Gruppe Bad Pop kam aus Kanada und Volker Bertelmann alias Hauschka wiederum aus Deutschland. Für Kinder und Jugendliche wurde ein spezielles Angebot vorbereitet.

Das diesjährige Festival fand vom 27. März zum 2. April statt. Zu der Veranstaltung gehörte noch eine zweitägige Konferenz unter dem Motto „Creative Impact“. Die Branche wird von der Europäischen Kommission unterstützt, wünscht sich darüber hinaus aber ähnliche Förderprogramme, wie sie vergleichsweise das europäische Kino erhält. (asie/tmich)

Weitere Informationen in Englisch

Foto: © TMW

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