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Estlands Präsidentin unterstützt gleichgeschlechtliche Ehen

Präsidenten Kersti Kaljulaid (Estland) und Sauli Niinistö(Finnland) in HelsinkiPräsidenten Kersti Kaljulaid (Estland) und Sauli Niinistö(Finnland) in HelsinkiEstlands Präsidentin Kersti Kaljulaid ist auf einem Staatsbesuch in Finnland. Auf einem gemeinsamen Pressekonferenz mit ihrem finnischen Amtskollegen Sauli Niinistö sagte sie: „Wenn wir (die estnische Gesellschaft) das Thema „gleichgeschlechtliche Ehe“ weiter offen diskutieren, dann kommen wir dort an, wo ich ankommen will. Estland hat schon den Kurs genommen, die Beziehungen zwischen gleichgeschlechtliche Paare zu registrieren. Das hilft dem Gesellschaft sich weiter zu dem Ziel anzusteuern.“ Präsidentin nannte dem Tageszeitung Eesti Päevaleht in Tallinn zufolge als Beispiel Irland, wo während eine kurze Zeit erreicht wurde, dass homosexuelle Paare heiraten konnten, obwohl vorher die gleichgeschlechtliche Beziehungen noch kriminalisiert waren.

„Ich bin mir sicher, dass wenn wir das Thema weiterhin in der estnischen Gesellschaft offen diskutieren werden und dabei noch die Erfahrungen der anderen Staaten betrachten, um die eigene Meinung zu bilden, so verstehen wir, dass der Staat den betroffenen Menschen mehr Freiheiten geben muss, wir nehmen doch von Anderen weg,“ betonte Kaljulaid.

Präsident Niinistö meinte, dass statt den Begriff „gleichgeschlechtliche Ehen“ sollte man einen anderen Ausdruck, der den ganzen Gesellschaft angenommen wird, finden. Das finnische Parlament (Eduskunta) hatte am 17. Februar zum zweiten Mal für eine geschlechtsneutrale Ehe gestimmt.

Präsidentin Kaljulaid war zum ersten Mal zum Staatsbesuch bei der nordischen Nachbar. Ihre Reise hat am Dienstag (7. März) auf der stürmischen See begonnen. Statt Hände zu schütteln musste Staatsoberhaupt sich am Tisch festhalten. Die Schiffsreise aus Tallinn nach Helsinki dauert etwa vier Stunden. Schnellfähren brauchen für etwa 80 Kilometer Entfernung rund 60 Minuten. Im Spätherbst und im Winter sind Ostsee-Stürme eine Normalität. Bei stürmischen Wetter können die Express-Boote Hafen allerdings nicht verlassen. (asie/tmich)

Quelle: Eesti Päevaleht

Foto: Präsidialamt / Estnischer Rundfunk ERR

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