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Estland: Ex-Präsident Ilves als Gastdozent an der kalifornischen Stanford-Universität

Toomas Hendrik, ehemaliger Staatspräsident EstlandsEstlands Ex-Staatspräsident Toomas Hendrik Ilves wird ab 9. Januar 2017 als Gastdozent am Freeman Spogli-Institut für internationale Beziehungen der kalifornischen Stanford-Universität arbeiten. Sein Vertrag ist zunächst bis Ende Juni kommenden Jahres gültig, es ist jedoch geplant, ihn dann um ein Jahr zu verlängern. Ilves wird sich bei seinen Vorlesungen auf die Kreuzpunkte der Infotechnologie und der Sicherheitspolitik konzentrieren. Er plant zudem, ein Buch über die Grundlagen der gut funktionierenden digitalen Gesellschaft zu veröffentlichen.

Toomas Hendrik Ilves wurde am 26. Dezember 1953 auf der Flucht seiner estnischen Eltern in der schwedischen Hauptstadt Stockholm geboren und wuchs in den Vereinigten Staaten auf. Er legte 1972 sein Abitur in Leonia (Bundesland New Jersey) ab. Er studierte von 1972 bis 1976 Psychologie an der Columbia University und schloss 1978 sein Studium mit dem Magistergrad an der University of Pennsylvania ab. Von 1974 bis 1979 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Psychologischen Fakultät der Columbia University, von 1979 bis 1981 stellvertretender Direktor des Open Education Center in New Jersey und von 1981 bis 1983 Direktor eines Kunstzentrums im kanadischen Vancouver.

Von 1983 bis 1994 arbeitete Ilves beim Radiosender Radio Free Europe in München, von 1988 bis 1993 als Leiter der estnischsprachigen Redaktion. Danach wechselte er in den diplomatischen Dienst der Republik Estland. Von 1993 bis 1996 war er estnischer Botschafter in den USA, Kanada und Mexiko, 1996 bis 1998 und 1999 bis 2002 war er Außenminister der Republik Estland. 2003 wurde Ilves zunächst Beobachtendes Mitglied und mit dem EU-Beitritt Estlands 2004 Abgeordneter des Europäischen Parlamentes. Am 9. Oktober 2006 trat der Exileste seine fünfjährige Amtsperiode als vierter Staatspräsident der Republik Estland an. Am 29. August 2011 wurde er für eine weitere Amtszeit wiedergewählt.

Der Ex-Staatspräsident ist in dritter Ehe mit der lettischen Spitzenbeamtin Ieva Ilves verheiratet. Das Paar hat vor kurzem ein gemeinsames Kind bekommen.

Die Leland Stanford Junior University mit dem Spitznamen „Die Farm“ ist eine der renommiertesten Universitäten der Welt. Die private US-amerikanische Hochschule liegt in Stanford, etwa 60 Kilometer südöstlich von San Francisco (Bundesland Kalifornien), und wurde von dem Ehepaar Leland und Jane Stanford im Jahr 1891 im Andenken an ihren früh verstorbenen einzigen Sohn gegründet. Derzeit sind rund 16.000 Studenten an der Universität eingeschrieben.

Stanford liegt zudem in unmittelbarer Nähe des berühmten Silicon Valley. Die Universität hat viele Gründer weltbekannter IT-Unternehmen wie Google, Yahoo und Hewlett-Packard hervorgebracht und fördert bei ihren Studenten und Lehrkräften eine ausgeprägte Kultur des innovativen Unternehmertumes.

Stanford ist mit einem Stiftungsvermögen von etwa 18 Milliarden Dollar eine der reichsten Hochschulen der Welt. Seit 2008 werden keine Studiengebühren (tuition fees) mehr von undergraduate students, deren Eltern weniger als 100.000 US-Dollar im Jahr verdienen. Damit kann rund ein Drittel aller Bachelorstudenten gebührenfrei studieren. Stanford zählt aktuell 21 Nobelpreisträger. (Quelle: Wikipedia)

(PM Standford/asie/tmich)

Foto: © Das Baltikum-Blatt / AWSiebert

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