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Neue Umweltministerin Hendricks outet sich als lesbisch

Umweltministerin Barbara HendricksUmweltministerin Barbara HendricksEs war ein offenes Geheimnis: Nun hat die Sozialdemokratin Barbara Hendricks erstmals öffentlich ihre Homosexualität erwähnt, berichtet Queer.de.

In einem ausführlichen Porträt würdigt am 31. Dezember die "Rheinische Post" die "einzige Ministerin aus dem Kreis Kleve", doch die eigentliche Sensation wird in einem Nebensatz versteckt: Barbara Hendricks (SPD) werde "heute mit ihrer Lebenspartnerin auch das Silvesterfest in der deutschen Hauptstadt verbringen", heißt es in dem Artikel über die neue Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Mehr Informationen über ihre Freundin oder ihre Homosexualität gibt es nicht – ein überfälliges, aber gelungenes Coming-out mit Hilfe einer Tageszeitung.

In der SPD war Barbara Hendricks Homosexualtität ein offenes Geheimnis. Sie setzte sich zwar über Jahre aktiv für LGBT-Rechte ein, sprach jedoch öffentlich nie über ihre eigene sexuelle Orientierung. Auf ihrer Homepage klammert sie ihr Privat- und Familienleben komplett aus. Im jüngsten Wahlkampf sprach sich die 61-Jährige dennoch engagiert für die Ehe-Öffnung und gegen eine "Zwei-Klassen-Gleichstellung" aus. Darüber hinaus war sie in der vergangenen Legislaturperiode Mitglied des Kuratoriums der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld.

Seit 19 Jahren Mitglied des Deutschen Bundestags
Barbara Anne Hendricks wurde 1952 in Kleve am Niederrhein an der Grenze zu Niederlanden geboren. Schon als Studentin, im Alter von 20 Jahren trat sie 1972 der Sozialdemokratischen Partei (SPD) bei. Danach absolvierte sie eine erfolgreiche Parteikarriere: Pressestelle der SPD-Bundestagsfraktion, Sprecherin des Finanzministers in Nordrhein-Westfalen (NRW), Ministerialrätin und Referatsleiterin im NRW-Umweltministerium. Oskar Lafontaine (jetzt Die Linke) holte Hendricks dann 1998 als Staatssekretärin ins Finanzministerium. Sie behielt den Posten als ihr Chef ging und Hans Eichel das Ministeramt übernahm. Sie blieb auch unter Eichel-Nachfolger Peer Steinbrück. 2007 hat sie die Verwaltung der SPD-Finanzen übernommen.

Nach ihr Staatsexamen zur Gymnasiallehrerin folgte die Promotion. Thema ihrer Doktorarbeit war „Die Entwicklung der Margarine-Industrie am unteren Niederrhein“. Hendricks gilt als geschickte Verwalterin. Seit 1989 ist die Katholikin, die auch ihren Amtseid mit dem Zusatz "so wahr mit Gott helfe" ablegte, Vorsitzende des SPD-Unterbezirkes Kreis Kleve.

In der Bundespolitik mischt Hendricks seit fast zwei Jahrzehnten in der zweiten Reihe mit: Seit 1994 sitzt sie im Deutschen Bundestag, seit 2001 ist sie Mitglied des SPD-Parteivorstands.

Quelle: Queer / Mit freundlichen Genehmigung / asie

Foto: SPD

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