Ad-Test
Google+
Diese Website selbst verwendet Cookies nur zur Funktionaltät. Die Cookies der
Werbepartner können werberelevante Informationen sammeln und weiterleiten.


Orkan „Xaver“ erreicht Deutschland

Hochwasser - SymbolbildDer Sturm "Xaver" hat Deutschland erreicht. Das Orkantief weht zur Zeit mit der Windstärke 11 auf den Inseln Sylt und Helgoland und ist außerdem an der Westküste des Bundeslandes Schleswig-Holstein angekommen. In der Nacht erreichen dem Deutschen Wetterdienst zufolge die Böen bis zu 160 Kilometern pro Stunde und dazu noch andere Gebiete Nord-Deutschlands. Hamburger und Bremer Flughäfen wurden vorsorglich geschlossen, genau so wie Schulen und Weihnachtsmärkte in den Orten, wo die heftigsten Sturmböen erwartet werden.

Die Deutsche Bahn will über die Verkehrslage auf den Bahnstrecken informieren. Es ist möglich, dass einige Abschnitte geschlossen werden müssen. In Schleswig-Holstein und Hamburg stehen Feuerwehren und Notdienste in Alarmbereitschaft. Auch Mecklenburg-Vorpommern und der Nordteil Niedersachsens haben die Wetterwarnung bekommen. An den Küsten besteht die Gefahr einzelner Böen mit einer Stärke bis zu 200 Kilometern pro Stunde. „Xaver“ liegt damit über dem, was „Christian“ noch vor kurzem brachte. Die Bürger wurden aufgefordert, während des Hurrikans ihre Wohnungen nicht zu verlassen. Meteorologen sagen voraus, dass der Sturm bis zu zwei Tage anhalten kann. Morgen kann es zudem noch zu schwereren Sturmfluten kommen.

Viele haben noch die Sturmflut aus dem Jahr 1962 in Erinnerung. Auch jetzt weht der Westwind und drückt das Wasser in die Deutsche Bucht und es ist Neumond mit den höchsten Gezeiten- (Tide-) Wasserständen . In dem Kessel zwischen Schleswig-Holstein und der Küste in Niedersachsen staut sich dann das Wasser auf und wenn sich der Wind auf Nordwest dreht, wird das angesammelte Wasser in die Flüsse herein gepresst. Die Wasserspiegel können in diesem Fall bis zu 2,5 Meter über die normalen Höhen ansteigen.

1962 kam es durch die Sturmflut an der Nordseeküste zu einer Flutkatastrophe. Damals war das untere Elbe-Gebiet mit der Hansestadt Hamburg schwer betroffen, durch Deichbrüche im Stadtteil Wilhelmsburg mussten 315 Menschen sterben. Ursächlich für das Ausmaß der damaligen Tragödie waren der sehr schlechte Zustand von Deichen und anderen Hochwasserschutzeinrichtungen.

Das NDR Fernsehen ändert aus aktuellem Anlass sein Programm: Die Auswirkungen des Orkantiefs "Xaver" stehen im Mittelpunkt der Berichterstattung. Ab 20.15 Uhr übernimmt der NDR den Brennpunkt des Ersten "Orkan über Norddeutschland". Um 21.15 Uhr, 22.15 Uhr und 23.15 Uhr berichtet "NDR aktuell" in zwei "Extra"-Ausgaben und in der regulären Sendung. Um 21.30 Uhr zeigt das NDR Fernsehen aus der Reihe "45 min" die Folge "Die Sturmflutbändiger".

Das Radioprogramm NDR Info informiert kontinuierlich und aktuell über die Auswirkungen des Orkantiefs "Xaver" in Norddeutschland: bis 20.00 Uhr viertelstündlich in den Nachrichten sowie weiteren Berichten, am Abend und in der Nacht dann zur vollen Stunde in den Nachrichten und direkt im Anschluss jeweils mit einem ausführlichen "Stand der Dinge". Die Landesprogramme des NDR sind mit ihren Ü-Wagen im ganzen Norden unterwegs und berichten im Radio über den aktuellen Stand in der "NDR 1 Nacht".

Warnungen des Deutschen Wetterdienstes können Sie hier verfolgen.

Symbolfoto: © Das Baltikum-Blatt / AWSiebert

Folgen Sie uns auch auf Facebook und Twitter ,um immer auf dem Laufenden über Nachrichten aus aller Welt zu bleiben.