Ad-Test
Google+
Diese Website selbst verwendet Cookies nur zur Funktionaltät. Die Cookies der
Werbepartner können werberelevante Informationen sammeln und weiterleiten.


Estland kann nicht so viel Flüchtlinge aufnehmen wie zugesagt

 

Flüchtlinge - SymbolbildDer estnische Innenminister Hanno Pevkur hält der baltischen Nachrichtenagentur BNS zufolge den Plan der Europäischen Union (EU), Flüchtlinge in die EU-Mitgliedstaaten umzuverteilen, für derzeit nicht durchführbar. Estland sei, so Pevkur, nicht in der Lage, so viele umzusiedelnde Schutzsuchende aufzunehmen wie ursprünglich zugesagt.

Brüssel hatte vorgegeben, dass binnen eines Jahres bis zu 160.000 Schutzsuchende aus Griechenland und Italien in die anderen EU-Mitgliedsstaaten gerecht verteilt werden sollen. Doch Estland konnte von den bestätigten 550 Flüchtlingen bisher nur 60 aufnehmen. Damit ist das kleinste Baltenland im guter Gesellschaft mit seinem Nachbarstaaten Lettland und Litauen. Auch dorthin läuft die Umzug der Flüchtlinge nur schleppend. Es wurde zudem bekannt, dass in Lettland schon anerkannte Schutzsuchende nach Deutschland weiterreisen, weil sie in Lettland keine Wohnung und Arbeit finden.

Estland versucht, die Flüchtlinge – meist gut ausgebildete Ehepaare mit Kindern – bestmöglich zu integrieren: „Von Anfang an haben wir alle zwingende Maßnahmen getroffen, dass die Migranten sich bei uns wohlfühlen,“ erklärte Pevkur. Doch in der ehemaligen Sowjetrepublik werden Fremde abgelehnt, die Schutzsuchenden spüren die Ablehnung in der Öffentlichkeit und wollen folglich in Estland ebesowenig bleiben wie auch in Lettland oder Litauen. (asie/Bearbeitung: tmich)

Symbolfoto: © Das Baltikum-Blatt / AWSiebert

Folgen Sie uns auch auf Facebook und Twitter ,um immer auf dem Laufenden über Nachrichten aus aller Welt zu bleiben.