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RTL: Shabihas - Geistermilizen unter Flüchtlingen

 

Milizionär des Assad-Regimes (Shabiha)In Syrien terrorisieren und misshandeln sie die Bevölkerung: „Shabihas“ sind die brutalen Kampfmaschinen des Machthabers Baschar al-Assad, Sadisten, die das Regime zur Unterdrückung der Aufständischen angeworben hat. Die irregulären, bewaffneten Truppen wurden von den Cousins des Diktators, Fawaz al-Assad und Mundhir al-Assad, angeführt. Ihr Name leitet sich von dem arabischen Wort „schabh“ (Geist, Gespenst) ab. Einige von ihnen sind offenbar als Flüchtlinge nach Deutschland gelangt, doch die Despoten-Milizen stehen der Chefreporterin der Mediengruppe RTL, Antonia Rados, zufolge auf keiner Schwarzen Liste der deutschen Behörden.

Versteckt im syrischen Flüchtlingsstrom, sind laut RTL-Recherchen – http://www.rtl.de/sendungen/rtl-nachtjournal-spezial-1794323.html – zahlreiche Assad-Schergen nach Deutschland gekommen.

Von der syrischen Opposition werden rund 10.000 als Werkzeug gegen Dissidenten bezeichnete Shabihas der brutalen Verbrechen bezichtigt. Sie formierten sich in den 1970er Jahren als Schmugglerbande in den Küstenregionen um die Hafenstadt Latakia am Mittelmeer. Die Gruppen bestanden aus armen Alawiten, einen religiöse Gruppierung des Nahen Ostens, die im späten 9. Jahrhundert im Irak entstanden ist und zum schiitischen Spektrum des Islam gehört. Durch die ethnische Verbindung mit der ebenfalls größtenteils alawitischen Führungsschicht Syriens – auch die al-Assad Familie gehört dazu – genießen sie den Schutz des Regimes. Als sich im Vorfeld des Bürgerkrieges der Aufstand gegen die Regierung vom dezentralen Dar´a weiter ausbreitete, begannen die Shabihas, sich an der Gewalt gegenüber den Protestlern zu beteiligen. Erstmals traten sie die die politische Bühne, als Anfang April 2011 blutige Massenproteste in Baniyas stattfanden, einer Stadt, die im traditionellen Kerngebiet der ursprünglichen Mafiagruppierung liegt. Ihnen wurde Straffreiheit zugesprochen, wenn sie dabei helfen, unbequeme Bürger, sprich Rebellen, auszuschalten.

Augenzeugen sprechen von Plünderungen, Massakern, Morden, Vergewaltigungen, Folter und anderen Greueltaten der Shabihas. Die syrische Organisation für Menschenrechte hat festgestellt, dass einige der Assad-Milizen eigentlich Söldner sind, die die Schmutzarbeit für die amtierende Herrscher erledigen. Fast immer tragen sie Zivilkleidung, häufig sind ihre Gesichter mit Masken bedeckt.

In monatelangen Nachforschungen konnte Rados gemeinsam mit der RTL-Reporterin Hebah Omar und mit Hilfe syrischer Flüchtlinge einige der gewalttätigen Shabihas in Deutschland auffinden und sich mit ihnen unterhalten. „Dies war dank Facebook möglich, Milizen posten Fotos von sich in sozialen Netzwerken,“, erzählt Rados in der Dokumentation. Für Assad-Gegner sind sie allerdings eine tickende Zeitbombe: es bestehe eine akute Gefahr, dass die Rambos nach der Ankunft in Deutschland, weiter für die syrische Regierung, die zudem von Russlands Präsident Wladimir Putin unterstützt wird, arbeiten.

Doch unter den Assad-Schlägertrupps befinden sich auch inhaftiert gewesene Kriminelle. Rados zufolge hat der syrische Despot Gefangene freigelassen, wenn sie sich bereit erklärt haben, für sein Regime Aufträge zu erfüllen. Jetzt verlassen sie das Heimatland, weil sie befürchten, der Diktator könne den fünf Jahre andauernden Bürgerkrieg verlieren. Oder, wie einer der Protagonisten im Film erzählt, er hatte genug von Kampfhandlungen und kam nach Deutschland, um sich auszukurieren. Geldsorgen haben solche „Flüchtlinge“ nicht, ihre Reichtümer stammen aus Raubzügen in ihrer Heimat. Leider geht aus dem Beitrag nicht hervor, ob die westlichen Nachrichtendienste oder Interpol die Spur der Shabihas in Deutschland verfolgen. (asie/tmich)

Foto: RTL

 

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