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ARD-DeutschlandTrend Mai 2014: Stimmung gegenüber Russland auf Tiefpunkt

Michael StrempelMichael StrempelIm Zuge des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine machen sich 72 Prozent der Deutschen sehr große oder große Sorgen, dass es zu einem neuen „Kalten Krieg“ zwischen Russland und dem Westen kommt. 28 Prozent machen sich wenig oder gar keine Sorgen. Das hat eine Umfrage im ARD-DeutschlandTrend von Montag bis Dienstag dieser Woche ergeben. Vergleicht man dies mit der Lage während des Kaukasus-Konflikts 2008, sind die Sorgen heute deutlich größer als damals. Im August 2008 hatten 50 Prozent der Befragten sehr große oder große Sorgen, dass es zu einem neuen „Kalten Krieg“ kommt. 48 Prozent machten sich damals wenig oder gar keine Sorgen.In der gegenwärtigen Situation halten 69 Prozent der Deutschen wirtschaftliche und finanzielle Hilfen für die Ukraine für eine richtige Maßnahme (Minus 3 im Vergleich zum März 2014).

Zusätzliche Einreiseverbote und Kontosperrungen für russische Politiker halten 51 Prozent für eine richtige Maßnahme. 50 Prozent (Plus 12 im Vergleich zum März 2014) sprechen sich für wirtschaftliche Sanktionen aus. 18 Prozent (Plus 6) befürworten die militärische Unterstützung der Ukraine, 8 Prozent (Plus 1) den Abbruch aller politischen Beziehungen zu Russland. Der Konflikt wirkt sich auch auf Stimmung der Deutschen gegenüber Russland aus. Nur noch 14 Prozent (Minus 1 im Vergleich zum März) halten Russland für einen vertrauenswürdigen Partner. Das ist der tiefste Wert, der bisher im ARD-DeutschlandTrend gemessen wurde.

Befragungsdaten:
Grundgesamtheit: Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren
Fallzahl: 1.003 Befragte
Erhebungszeitraum: 28.04.2014 bis 29.04.2014
Erhebungsverfahren: Computergestützte Telefoninterviews (CATI)
Stichprobe: Repräsentative Zufallsauswahl/Randomstichprobe/Dual Frame
Fehlertoleranz: 1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
bei einem Anteilswert von 5 Prozent;
** bei einem Anteilswert von 50 Prozent

Quelle: „ARD /Infratest dimap“

Foto: © WDR/Sachs

 

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