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Rigaer Oberbürgermeister Nils Ušakovs mit Liebe zu Russland

Nils Ušakovs mit Riga-KarteNils Ušakovs mit Riga-KarteEin Agent aus dem Kreml. Ein Mini-Putin. Dem russischsprachigen Bürgermeister von Riga, Nils Ušakovs, sind all diese Bezeichnungen schon einmal zu Ohren gekommen, berichten Tomas Ancytis und Vaidas Saldziunas in der Portal Presseurop.

Die meisten Letten halten Saskaņas Centrs (Zentrum der Harmonie) für eine pro-russische Partei. Vor zwei Jahren gewann das Zentrum die Parlamentswahlen, musste aber in der Opposition bleiben. Im Frühsommer 2013 erlangte das von Ušakovs angeführte Zentrum der Harmonie dann die Mehrheit bei den Kommunalwahlen. Seit dem ist er Oberbürgermeister von Riga.

Nils Ušakovs ist überall, berichten die Autoren: In den Zeitungen, im Fernsehen, im Internet und in den sozialen Netzwerken. Er wird als bedachter, sportlicher und intellektueller Politiker wahrgenommen. Streng und autoritär. Seine Katzen sind die Einzigen, die diesem Image ein bisschen die Härte nehmen. Kuzia und Muris haben ein Twitter-Account, das über ihre faulen Tagesabläufe berichtet.

Ušakovs weiß sich medialwirksam zu präsentieren. Auf einer Abendveranstaltung seiner Partei ist er eher sportlich gekleidet, um deutlich zu machen, dass er dem einfachen Bürger nahe ist. Am 8. März verteilt er Rosen an die Frauen, die für den Rigaer Stadtrat arbeiten. Und wenn irgendwo ein neues Problem auftaucht, kümmert sich Chef persönlich darum, vergisst in der Zwischenzeit aber auch nie, die Medien darüber zu informieren.

Als Staatenloser wurde Ušakovs im Alter von 23 Jahren als Lette eingebürgert. Das hebt er auch in seiner Biographie hervor. Es ist ein offenes Geheimnis, dass Nils Ušakovs regelmäßig nach Moskau reist und häufig mit den wirtschaftlichen und politischen Eliten Russlands verkehrt.

Im Augenblick sorgt in Riga vor allem die Verlegung eines Denkmals für Gesprächsstoff, das sowjetische Soldaten als „Befreier” in Szene setzt. Der Fall gleicht dem Unruhen um das Monument des Bronzenen Soldaten 2007 in Tallinn, Estland. In Ušakovs Augen versinnbildlicht dieses Denkmal nichts anderes als den Sieg über den Nationalsozialismus.

Doch im Gegensatz zu seinen estnischen Amtskollegen und Russland-Liebhaber Edgar Savisaar ist Nils Ušakovs ein Politiker, dessen Namen noch nie mit einem Skandal in Verbindung gebracht wurde. Zumindest bisher.

Quelle: Presseurop

Info:
Die Großeltern von Nils Ušakovs zogen während der ersten sowjetischen Okkupation 1940 nach Riga. Seine Mutter war Russisch-Lehrerin, der Vater Ingenieur. Nils besuchte die Schule im Rigaer Stadtteil Imanta und studierte Sozialwissenschaften an der Universität Lettlands. 2002 schloss er an der Süddänischen Universität mit einem Magistergrad ab. Ušakovs arbeitete für die baltische Abteilung des russischen TV Senders NTV und das lettische Fernsehen. Später war er Redakteur bei den Zeitungen Respublika (Республика) und Telegraf (Телеграф) sowie dem russischsprachigen TV-Sender TV5 Riga und der Nachrichtenagentur Russlands, ITAR-TASS. Nach 2006 widmete sich Ušakovs vollständig der Politik.

Ušakovs ist in zweiter Ehe mit Jeļena Sucharevja verheiratet. Zu seinen Hobbys zählen Jogging und Fahrradfahren. Im Mai 2011 erlitt er beim Rigaer Marathon einen Kollaps und lag zeitweise in einem Berliner Krankenhaus im Koma. Neben seiner Muttersprache Russisch spricht Ušakovs auch fließend Lettisch und Englisch. Außerdem beherrscht er auch Deutsch, Schwedisch und Dänisch. (Quelle: Wikipedia)

Foto: © www.ushakov.lv

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