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Wissenschaftliche Tagung Litauens in Lampertheim

Schloss Rennhof in Lampertheim, Sitz des litauischen KulturinstitutsSchloss Rennhof in Lampertheim, Sitz des litauischen KulturinstitutsZum 33. Mal veranstaltet das in Lampertheimer Stadtteil Hüttenfeld beheimatete Litauische Kulturinstitut eine wissenschaftliche Tagung. In Zusammenarbeit mit der litauischen Botschaft und gefördert vom litauischen Außenministerium, der Litauischen Gemeinschaft in Deutschland, der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung sowie der Lithuanian Foundation findet vom 11. bis zum 13. Oktober im Schloss Rennhof die diesjährige Jahrestagung statt. Alle Vorträge werden in Deutsch erhalten.

Die Veranstaltung wird von Dr. Vincas Bartusevičius und Deividas Matulionis, Botschafter der Republik Litauen in Berlin, eröffnet.

Auf dem Programm steht unter anderem die Einführung in das Thema der Tagung „Der preußisch-litauische Dichter Donelaitis und seine Zeit“ durch den Tagungsleiter, Diplom Bibliothekar Arthur Hermann aus Bammental.

Litauen und zahlreiche Literaturkenner in der Welt feiern 2014 das Donelaitis-Jahr zum Gedenken an die Geburt des Begründers der litauischsprachigen Literatur Kristijonas Donelaitis (1714-1780). Seine um 1765 bis 1770 in Hexametern verfasste Dichtung „Metai“ („Die Jahreszeiten“) ist zum ersten Mal 1818 auf Litauisch und Deutsch in Königsberg (jetzt Kaliningrad) erschienen. Der evangelische Pfarrer Donelaitis beschreibt als Bürger des Königreichs Preußen in seiner Dichtung das ländliche Leben und Zusammenleben der litauischen und deutschen Bevölkerung in Preußen. Sein Werk ist ein Sittengemälde Ostpreußens im 18. Jahrhundert. Doch seine hohe dichterische Qualität mit den breiten Natur- und Kulturschilderungen, fein strukturierten Charakterdarstellungen und zeitlosen Überlegungen über den Sinn des Lebens sowie Glaubens und mit seinem Streben nach einer gerechten Welt vermag auch heute noch, den Leser in seinen Bann zu ziehen.

Die Vorträge der Veranstaltung möchten vor allem das Umfeld von Kristijonas Donelaitis erhellen und die Stellung seines Werkes in der heutigen Literaturforschung bestimmen.

Das Schloss Rennhof befindet sich in Hüttenfeld, einem Stadtteil von Lampertheim (Hessen) im Kreis Bergstraße. Bis Ende 1853 erbaute der Frankfurter Baron Mayer Carl von Rothschild das Schloss Rennhof im Empirestil. 1889 ging es in den Besitz der Familie von Löwenstein-Wertheim-Freudenberg über und wurde 1917 Eigentum der Wormser Industrieellenfamilie des Freiherren von Heyl zu Herrnsheim. 1953 kam das Schloss in Besitz des Litauischen Zentralkomitees in Deutschland, das hier seit 1954 ein Litauisches Gymnasium betreibt. Das Schloss ist auch Zentralstelle der Litauer in Deutschland. Im Jahre 1984 durch einen Brand stark beschädigt, ist das Schloss in seinem Äußeren originalgetreu wiederhergestellt worden.

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